Buchvorstellung: Die Diversität der Ausbeutung

08. Dezember 2022


Kasama Soli Party

20. August 2022

Der Infoladen Kasama braucht Kohle! Kasama Soliy-Party Summer Edition 2.0, Samstag 20. August 2022 ab 21 Uhr, Provitreff Sihlquai 240, Zürich


Antirassistische Demonstration am 3. September 2022

29. Juli 2022

Besammlung um 15:30 beim Landesmuseum

Rassismus tötet - ganz konkret am 30. August 2021 in Morges (VD). Die Polizei erschoss den 37-jährigen Nzoy aus Zürich, ein Mord mit eindeutig rassistischem Hintergrund. Die Behörden sind bis jetzt nicht in der Lage und offenbar auch nicht willens, den Fall aufzuklären. Die Angehörigen und wir alle wollen Gerechtigkeit! Tragen wir gemeinsam unsere Betroffenheit und unsere Abscheu vor diesem rassistischen Mord auf die Strasse!

Wir fordern Gerechtigkeit für Nzoy! Dem staatlichen Rassismus in all seinen Formen sagen wir den Kampf an. Wir solidarisieren uns mit den Opfern rassistischer Gewalt und mit allen antirassistischen Kämpfen weltweit! Heraus zur antirassistischen Demonstration am 3. September!

Nzoy rest in power!
Rassismus tötet!
Gemeinsam gegen Rassismus!


Solidarität mit USB und S.I. Cobas

23. Juli 2022

Internationale Solidarität mit den verhafteten Genoss:innen der kämpferischen, antikapitalistischen Basisgewerkschaften USB und S.I. Cobas aus Italien. Hände weg von den Organisationen des Klassenkampfes!

Der Italienische Staat hat am 20. Juli 2022 zahlreiche Genoss:innen der Basisgewerkschaften USB und S.I. Cobas verhaftet, wobei es zu Hausdurchsuchungen bei Gewerkschaftsführer:innen kam. Die Anklagepunkte lauten unter anderem Bildung einer kriminellen Vereinigung, schwere Körperverletzung, Widerstand gegen einen Amtsträger und Sabotage und Störung der öffentlichen Dienste.

Der Repressionsschlag gegen die radikale basisgewerkschaftliche Organisierung ist ein strategischer Angriff der herrschenden Klasse Italiens in einem historischen Moment. In dem Land jagt eine Regierungskrise die nächste, die Inflationsrate liegt höher als in den meisten Nachbarländern und die Arbeitslosigkeit grassiert. Wie im Rest der Welt rast der Kapitalismus auf die grösste Krise seit seiner Existenz zu. In diesem Klima soll eine kampfbereite Fraktion der Arbeiter:innenklasse ihrer Handlungsmacht beraubt werden. Das lassen wir nicht auf uns sitzen und sagen: Hände weg von den Organisationen unserer Klasse!
Der Zeitpunkt dieser Angriffe ist kein Zufall. Seit langem wird in Italien ein heisser Herbst herbei geredet. Viele Organisationen bereiten sich sich auf Generalstreiks und grosse Aktionen vor. Eine Intensivierung des Klassenkampfes zeichnet sich am Horizont ab.

Die S.I. Cobas hat in den letzten Jahren eine Massendimension entwickelt. Zehntausende Arbeiter:innen in über zwanzig italienischen Städten sind in den Sektoren der Gewerkschaft organisiert. Die Arbeitgeber:innen sowie die Regierung musste eingestehen, dass die Organisation im Logistikbereich eine zentrale Kraft geworden ist. In vielen Logistikbetrieben haben sie mehr Mitglieder als die traditionellen staatstragenden Gewerkschaften, von denen sie sich durch ihre klassenkämpferische Position klar unterscheiden. In den Kämpfen um weniger Arbeit und mehr Lohn wurden dazu in jüngster Vergangenheit viel erreicht: Gesamtarbeitsverträge, Lohnerhöhungen und der Ausbau sozialer Leistungen.

Auch die USB verzeichnet eine kontinuierliche Vergrösserung ihrer Basis. In den vergangenen Jahren sorgten sie - nebst ihren Arbeitskämpfen - mit politischen Streiks international für Aufmerksamkeit. So wurden zum Beispiel in Zusammenarbeit mit den autonomen Hafenarbeiter:innen des C.A.L.P. die Auslieferungen von Waffen in verschiedene Kriegsgebiete erfolgreich verhindert.

Klassenkämpferische Organisationen, die sich im Aufschwung befinden und an den bestehenden Kräfteverhältnissen rütteln, sind der herrschenden Klasse ein Dorn im Auge. In Zeiten sich überschlagender Krisen und imperialistischer Kriege, unterdrückt der italienische Staat, was sich gegen die nationale Einheit stellt.

Wir stehen Schulter an Schulter mit der italienischen Arbeiter:innenklasse im Krieg der Bosse gegen die sozialen Kämpfe von unten!

Hoch die internationale Solidarität!
Feuer und Flamme gegen Staat und Kapital!


CALP Soli-Shirts

23. Juli 2022

Vor einer Weile haben wir zusammen mit @truerebel.ch Soli-Shirts für die autonomen Dockers aus Genua gemacht! Sie sind Teil der Basisgewerkschaft @unionesindacaledibase USB, die momentan massiv von Repression betroffen ist.


Veranstaltung Justice4Nzoy

15. Juli 2022

Aktuelle Infos zum Fall und zur Kampagne am Freitag, 15. Juli 2022 um 20 Uhr in der Halle der Zentralwäscherei Zürich. Die Infoveranstaltung ist Teil des Apecularis Nox Summerfestival der ZWZ.

Spart euch einen Ecken Hunger auf, im Anschluss an die Veranstaltung gibt’s Soli-Samosas, um die laufenden Kosten zu decken!

Zum Vormerken: Demonstration "Rassismus tötet! Justice4Nzoy!" am 3. September um 15.30 beim Landesmuseum in Zürich.

Instagram @dans_la_rue_pour_nzoy und @justice4nzoy

Zwei lesenswerte Artikel zum Fall:
Der Tote von Morges
«Ganz ruhig», sagte der Bahnarbeiter zu Nzoy. «Setz dich.» Dann kam die Polizei angerannt.


Organisierte Autonomie Zürich: Gründungserklärung

7. Juli 2022

Während über vierzehn Jahren waren wir als Gruppe für eine antikapitalistische Praxis (gap) in Zürich aktiv. Nun wandeln wir uns von einer eher informellen Bezugsgruppe hin zu einer politischen Organisation. Als Organisierte Autonomie Zürich wollen wir dem autonomen kommunistischen Spektrum auf lokaler Ebene einen verbindlichen Rahmen geben. Menschen, die unsere Ziele teilen, machen wir damit ein Organisierungsangebot. Wir halten uns jedoch nicht für «die eine» Organisation, die soziale Kämpfe anleitet oder gar herbeiführt, sondern wir streben die Ausweitung von selbstorganisierten Strukturen an. Zudem pflegen wir weiterhin eine enge und verlässliche Kooperation mit anderen revolutionären, feministischen, antirassistischen und antifaschistischen Kräften.

Die Weltlage ist geprägt von der sich anbahnenden Klimakrise, von Kriegen, von Ausbeutung und von rassistischer und patriarchaler Gewalt. Der Kapitalismus prägt unsere sozialen Beziehungen und durchdringt alle Ecken der Welt. Diejenigen Menschen, die vom jetzigen Zustand profitieren, tun alles dafür, damit ihr maximaler Profit weiterhin im Zentrum steht. Aber es kommt immer wieder zu eindrücklichem Widerstand, die Menschen wehren sich gegen die Zumutungen der Herrschenden. Auch wenn die Bedingungen der Arbeiter:innen, Unterdrückten und Ausgebeuteten dieser Erde sehr unterschiedlich sind, können wir in Klassenkämpfen unsere gemeinsamen Feind:innen erkennen und wichtige Erfahrungen sammeln. Der Verlauf proletarischer, antirassistischer und antipatriarchaler Kämpfe wird die Zukunft des menschlichen Zusammenlebens bestimmen.

Im Kleinen kann Grosses entstehen. Wehren wir uns in unserem Alltag, in den Betrieben, auf der Strasse! Organisieren wir uns gegen Ausbeutung und Unterdrückung, gegen Rassismus und Patriarchat! Erkämpfen wir eine neue Welt!