31.03.2026: Veranstaltung zu Antifaschismus

Rechtsruck global: Marxistische Perspektiven auf Faschismus heute
Mit Eleonora Roldán Mendívil
Dienstag, 31.03.2026 um 18 Uhr
Zentralwäscherei, Neue Hard 12, Zürich
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Warum erstarkt die Rechte weltweit, und weshalb prägt der Rechtsruck unseren Alltag, von den USA bis in die Schweiz? Wie gelingt es rechten Gruppen, Rassismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit und Sozialchauvinismus auch hier in der Schweiz wieder salonfähig zu machen? Welche Bedeutung haben dabei ökonomische Krisen, Prekarisierung und soziale Abstiegsängste? Und welche Rolle könnte eine organisierte Arbeiter:innenklasse als Gegenpol spielen?

Nach einer kurzen Einführung der Organisierten Autonomie Zürich analysiert Eleonora Roldán Mendívil die heutigen Formen von Faschismus aus einer marxistischen Perspektive. Im Zentrum stehen ökonomische Krisen, autoritärer Populismus und ein als Kulturkampf verschleierter Klassenkampf sowie die Grenzen liberaler und staatlicher Formen des Antifaschismus. Anschließend diskutieren wir gemeinsam über linke Strategien gegen rechte Hegemonie – jenseits von Moralappellen und Symbolpolitik.

Eleonora Roldán Mendívil ist Politikwissenschaftlerin, Autorin und politische Bildnerin. Sie arbeitet zu marxistischer Gesellschaftskritik, Geschlechterverhältnissen, Antirassismus und antifaschistischen Kämpfen. Sie lebt in Berlin und war viele Jahre in antifaschistischen, migrantischen sowie feministischen Kollektiven aktiv.

Heraus zum 8. März 2026!

Demonstration zum Feministischen Kampftag/Frauenkampftag
7. März 2026, 13:30 Uhr
Paradeplatz, Zürich
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Aufruf des 8MrzUnite-Bündnis

Kapitalismus heisst Krieg

Krieg ist kein Ausnahmezustand, er ist Teil der kapitalistischen Weltordnung. Diese globale Ordnung ist am Wanken. Die jahrzehntelange Hegemonie der USA wird durch China herausgefordert, neue Machtblöcke formieren sich, alte Bündnisse zerfallen. Was als «Zeitenwende» verkauft wird, ist Ausdruck einer tiefen wiederkehrenden Krise des Kapitals. Was sich in Venezuela anfangs Januar gezeigt hat, zeigt sich im Genozid in Palästina und dem (Stellvertreter-)Krieg in der Ukraine schon lange; imperiale Staaten konkurrieren um Ressourcen,

Handelswege und Einflusszonen. Diese Konkurrenz wird mit Aufrüstung und offener militärischer Gewalt ausgetragen. Krieg ist die Fortsetzung kapitalistischer Politik mit anderen Mitteln.

In Phasen struktureller Krisen sucht das Kapital nach neuen Wegen, um weiterhin Profite zu sichern. Während nach aussen imperiale Expansion angestrebt wird, werden im Inneren autoritärer Staatsumbau, Militarisierung und der Aufstieg faschistischer Kräfte zum Mittel des Machterhalts. Wo Ausbeutung nicht mehr reibungslos funktioniert, wird sie mit Repression, Nationalismus und Gewalt abgesichert. Der aktuelle Aufstieg faschistischer Ideologien ist dabei, wie immer, antifeministisch und tritt als ideologische Antwort auf Krisen auf.

In Krisenzeiten wird patriarchale Unterdrückung gezielt verschärft. Kapitalismus und Krieg sind auf die Kontrolle über Körper, Reproduktion und die damit einhergehende unentlohnte und schlecht bezahlte Arbeit angewiesen. Im Krieg sind sexualisierte Gewalt, Feminizide und Entrechtung gezielte Waffen der Unterdrückung. Frauen und queere Personen der Arbeiter:innenklasse tragen weltweit die Hauptlast imperialistischer Kriege.

Geraten Profite unter Druck, werden patriarchale Geschlechterverhältnisse gewaltsam stabilisiert. Die alte Alternative stellt sich erneut mit brutaler Klarheit: «Sozialismus oder Barbarei.»

Gegen den Feind im eigenen Land

Sich gegen Krieg zu stellen heisst, die Kriegstreiber:innen und Profiteure hier anzugreifen. Hier in der Schweiz. Wir leben in einem Staat, der sich neutral nennt, aber Kriege mitfinanziert, absichert und politisch mitträgt. Der Krieg nach aussen wird von einem Krieg nach innen begleitet: Durch Sparprogramme, durch härtere Arbeitsbedingungen, durch tödliche Grenz- und Asylregime, durch Mobilmachung und nationalistische Kriegspropaganda. Es wird aufgerüstet und eingespart – und all dies auf dem Nacken von uns, der Arbeiter:innenklasse.

Gleichzeitig sind wir es, die den Laden am Laufen halten: in der Pflege, in der Betreuung, in Kitas, Schulen und Spitälern.Diese Kriege sind nicht unsere Kriege. Es sind die Kriege der Herrschenden – dagegen kämpfen wir.

Feministisch, militant!

Sich gegen Krieg zu stellen war schon immer ein feministisches Anliegen. Schon lange bevor Kriege als «Zeitenwenden» bezeichnet wurden, organisierten sich Frauen gegen Militarismus, Nationalismus und patriarchale Gewalt. 1915, an der internationalen Konferenz “sozialistischer Frauen gegen den Krieg” in der Schweiz, endete ihre Resolution mit der Parole: «Krieg dem Krieg!»

Daran knüpfen wir an. Feministische Kämpfe gehören zu den stärksten sozialen Bewegungen der letzten Jahrzehnte. Sie haben Streiks organisiert, Gewalt sichtbar gemacht, Herrschaft angegriffen und konkrete Verbesserungen erkämpft. Von Ni Una Menos bis Jin, Jiyan, Azadî haben feministische Bewegungen gezeigt, dass Widerstand möglich ist – gegen patriarchale Gewalt, gegen staatliche Repression, gegen kapitalistische Ausbeutung.

Feminismus ist deshalb nicht nur Kritik am Krieg, sondern eine Antwort. Eine kollektive Praxis gegen patriachale Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung. In Rojava sehen wir zurzeit wie die Stärke der Frauenrevolution das Bollwerk gegen Daesh (IS) und den türkischen Faschismus ist. Unser Frieden bedeutet nicht die Rückkehr zur kapitalistischen Normalität und ihrer Ausbeutung. Unser Frieden bedeutet Befreiung für alle. Und solange wir nicht alle frei sind, kämpfen wir weiter – feministisch, militant und internationalistisch.

Weltweit – von Kurdistan bis Iran, von Palästina und der Westsahara bis in den Sudan, von Chiapas bis zu den Philippinen. Verbunden über Grenzen hinweg kämpfen wir gegen Kapital, Staat, koloniale Unterdrückung und Patriarchat.

Feministischer Widerstand heisst:

Kein Frieden mit diesem System.

Kein Feminismus ohne Antimilitarismus.

Kein Antimilitarismus ohne Klassenkampf.

Heraus zum revolutionären feministischen Kampftag/Frauenkampftag am 7. März!

Kapitalismus heisst Krieg – feministisch, militant.

Gegen den Feind im eigenen Land.

Flugblatt: Gegen Austerität und Aufrüstung

Flugblatt zur Demonstration gegen Austerität und Aufrüstung in Zürich, 28.02.2026

Vier Jahre Krieg in der Ukraine, imperialistische Invasion in Venezuela, Krieg gegen Rojava, Genozid in Palästina: Wir befinden uns in einer Phase allgemeiner Kriegstendenz. Die bürgerlichen Staaten rüsten auf. So soll in Deutschland die Wehrpflicht wieder eingeführt und in der Schweiz der Zugang zum Zivildienst erschwert werden. Während auch der Bund die Ausgaben für Militarisierung und Aufrüstung steigert (31 Milliarden), streicht er mit dem „Entlastungspaket 27“ radikal die Budgets in bspw. Bildung, Asylwesen und Service Public zusammen. In dieser Logik sollen wir also alle weniger zum Leben haben und damit die Aufrüstung finanzieren. Dies sind nichts anderes als Angriffe des Staates auf uns Arbeiter:innen im Interesse des Kapitals.:,D

Aber wogegen soll aufgerüstet werden? Es werden Feinde konstruiert gegen die es vermeintlich eine militärische Verteidigung braucht. Sie erzählen uns, dass wir uns für die Verteidigung von «Werten» und unseres Staates einsetzen sollen und dass es legitim sei, Waffen zu liefern, die gegen unsere Klassengeschwister eingesetzt werden. Diese Haltung verkennt nicht nur die Kapitalinteressen von geopolitischen Machtblöcken um Vorherrschaft, sondern auch, dass Kriege, die bürgerliche Staaten gegeneinander führen, stets zum Nachteil unserer Klasse sind. Diese Interessen sind nicht unsere als Arbeiter:innen und wir zahlen nicht dafür, kämpfen nicht dafür und sterben nicht dafür. Stellen wir uns konsequent gegen die Kriege der herrschenden Klasse. Denn wir wissen: Der Feind steht im eigenen Land.

Der Sozialstaat wird umgestaltet. Es soll in der Bildung gespart werden: Studiengebühren sollen sich verdoppeln oder für Studis ohne Schweizer Pass gar vervierfachen. Ausserschulische Programme und die staatliche Opferhilfe sollen gestrichen werden. Verschiedene von Arbeiter:innen erkämpfte Verbesserungen werden rückgängig gemacht und unsere Lebensbedingungen werden damit schlechter. Währenddessen steckt der Staat Milliarden in die Militarisierung. Dabei werden nicht bloss Milliarden in die Armee gepumpt, auch Polizei und Nachrichtendienst werden aufgeblasen und militarisiert. Noch mehr Bullen in Vollmontur? Gerade hier zeigt der Staat seine repressive und ausbeuterische Seite. Ihre Waffen sind nicht zu unserem Schutz gedacht, sondern für unsere Unterdrückung.

Als Kommunist:innen wissen wir schon lange: Dem bürgerlichen (Sozial)Staat geht es nicht um das Wohlergehen von uns Arbeiter:innen. Er dient dazu, die kapitalistische Ordnung aufrechtzuerhalten und die Profite der Reichen sicherzustellen. Mit der aktuellen Militarisierung und Austeritätspolitik betreibt er parallel zur globalen Kriegstendenz einen Krieg gegen innen, einen Krieg gegen die Arbeiter:innenklasse.

Wir Arbeiter:innen wissen, wie wir uns gegen diese Angriffe wehren können. In Genua vereiteln die Hafenarbeiter:innen mit Streiks, dass Waffen nach Gaza gelangen, die gegen unsere Klassengeschwister eingesetzt werden sollen. Im Waadtland streiken Staatsangestellte erfolgreich gegen Lohnkürzungen und zeigen damit: Arbeitskampf lohnt sich. Seit dem Feministischen Streik 2019 formiert sich vermehrt feministischer Widerstand von unten: Frauen und genderqueere Personen solidarisieren sich miteinander, Arbeiter:innen kämpfen und organisieren sich gemeinsam, Basisgruppen werden gegründet.

Als Arbeiter:innen stärken wir die proletarische Selbstverteidigung, kämpfen gegen eine Verschlechterung der Lebensverhältnisse und für die Übernahme der Produktionsmittel. Nur im Aufbau von proletarischer Gegenmacht und durch die radikale Ablehnung des kapitalistischen Staats ist eine positive Zukunftsperspektive möglich. Der Kampf gegen Austerität ist Klassenkampf. Denn dort, wo die Widersprüche des Kapitalismus auftreten, intervenieren wir und erarbeiten revolutionäre Perspektiven, die den Kapitalismus und seinen Staat überwinden werden. In der heutigen kapitalistischen Krise, die den Globus mit Hunger, Krieg und Naturzerstörung überzieht, gilt mehr denn je: Für den Frieden und den Kommunismus!

Klasse gegen Klasse, Krieg dem Krieg, Kampf dem Kapital bis der Frieden siegt!

Hoch die internationale Solidarität!

6 Jahre Hanau-Attentat: Erinnern heisst kämpfen!

Am 19. Februar 2020 erschoss ein Faschist in Hanau neun Menschen. Said Nesar Hashemi, Ferhat Unvar, Kaloyan Velkov, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Sedat Gürbüz, Fatih Saraçoğlu, Mercedes Kierpacz und Vili Viorel Păun.:,D

Am 10. Januar 2026 starb Ibrahim Akkuş im Alter von 70 Jahren an den Spätfolgen der Verletzungen, die er beim Anschlag erlitten hatte. Ibrahims Leben war schon lange vor dem Anschlag von rechter Gewalt geprägt. Als Kurde erlebte er in den siebziger Jahren in der Türkei Verfolgung und Faschismus aus nächster Nähe. Sein Bruder wurde dort von Rechten ermordet, nachdem dessen Asylantrag in Deutschland abgelehnt worden war.

Mit einem Wandbild in Zürich gedenken wir der zehn Opfern des Anschlags in Hanau und schicken solidarische Grüsse an die Angehörigen und Überlebenden. Sie kämpfen seit sechs Jahren unermüdlich für die Aufarbeitung des Anschlags. Dabei haben sie zahlreiche Versäumnisse und Vertuschungsversuche der Behörden aufgedeckt.

Hanau war kein tragischer Einzelfall: Said, Ferhat, Kaloyan, Gökhan, Hamza, Sedat, Fatih, Mercedes, Vili Viorel und Ibrahim wurden von einem Faschisten ermordet. Die Tat kann nicht isoliert betrachtet werden, sondern ist Ausdruck eines gesellschaftlichen Klimas. Rechte und faschistische Kräfte werden stärker – in den Parlamenten, auf der Strasse und innerhalb des Staatsapparats. Gegen 13 SEK-Beamte, die in der Anschlagsnacht im Einsatz waren, wurde später ermittelt, weil sie Mitglied in rassistischen Chatgruppen waren.

An Hanau zu erinnern bedeutet deshalb, faschistische Strukturen konsequent zu bekämpfen. Wir lassen nicht zu, dass Faschist:innen und die Polizei uns, unsere Nachbar:innen, Arbeitskolleg:innen, Freund:innen und Genoss:innen bedrohen, angreifen und ermorden.

Organisieren wir uns, schützen wir uns gegenseitig – und schlagen wir zurück! Vili Viorel Păun stellte sich dem Attentäter von Hanau in den Weg. Der Täter schoss auf ihn, aber er liess sich nicht beirren. Vili – nicht die Polizei! – nahm daraufhin die Verfolgung auf. Er wusste: Man muss selbst aktiv werden. Seinen Mut bezahlte er mit dem Leben. Wir tragen Vili Viorel, Ferhat, Hamza, Said Nesar, Mercedes, Kaloyan, Fatih, Sedat, Gökhan und Ibrahim in unseren Herzen und in unseren Kämpfen.

Erinnern heisst kämpfen!
Solidarität mit allen Betroffenen faschistischer Gewalt!

Organisierte Autonomie Zürich

OA-Bar: Gegen Austerität und Aufrüstung


Freitag, 13.2. im Infoladen Kasama

Jüngst gab der Bund bekannt, dass drastische Sparmassnahmen (u.a. in Bildung, Sozialbereich, Klimaschutz) nötig seien um die Staatsfinanzen im Lot zu halten. Gleichzeitig sollen die Militärausgaben um 31 Milliarden Franken gesteigert werden. Wie hängt das zusammen? Und wie können wir es verhindern?

An der OA-Bar vom 13. Februar diskutieren wir über die aktuelle Sparpolitik und Aufrüstung in der Schweiz. Das neue Bündnis gegen Austerität stellt sich vor und informiert über die Demo am 28.02.2026 in Zürich.

13.02.2026 im Kasama, Militärstrasse 87a Zürich
Bar ab 19 Uhr, Input 20 Uhr

Veranstaltung zur Gisi Winterthur

Gisi verteidigen – Wir bleiben alle!

Infos zur akuten Räumungsandrohung gegen die Gisi und weitere selbstverwaltete Häuser und Wagenplätze in Winterthur.

Wann: 15.10.2025, 19:00 Uhr
Wo: Infoladen Kasama, Militärstrasse 87a, 8004 Zürich (Hinterhofgebäude neben Radio Lora)
Mit Abendessen & Bar.

Veranstaltung im Rahmen der Aktionstage Wohnkrise, wohndemo.ch/

Häuservernetzung Winterthur, wohnraumverteidigen.noblogs.org/
IG der Bewohner:innen und Benutzer:innen der Stefanini-Liegenschaften, igbbsl.wordpress.com/

Fundis verjagen – Rechtsrutsch zerschlagen!

Samstag, 20.09.2025: «Marsch fürs Läbe» verhindern!

Am 20. September 2025 gehen wir gemeinsam auf die Strasse und stellen uns den reaktionären Fundamentalist:innen entgegen.
Kommt alle nach Oerlikon!
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An vielen Orten auf der Welt gibt es starke feministische Bewegungen. Frauen und genderqueere Personen organisieren sich und kämpfen für ihre Rechte und gegen das herrschende System – unter anderem für das Recht auf reproduktive Selbstbestimmung.

Wir beteiligen uns auch dieses Jahr an der Mobilisierung gegen den «Marsch fürs Läbe». Für uns gehören der Kampf gegen den Kapitalismus und der Kampf gegen die Christlichen Fundamentalist:innen zusammen.

Antifeminismus ist eine einende Ideologie der Neuen Rechten gegen gesellschaftliche Emanzipationsbestrebungen. Damit sich die proletarische Klasse optimal verwertbar reproduziert und immer genug Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, stützt sich der Kapitalismus auf die Heteronormativität. Er ist auf geschlechterspezifische Arbeitsteilung und die doppelte Ausbeutung von Frauen und genderqueeren Personen angewiesen.

So ist der Hass gegen die Eigenständigkeit und Selbstbestimmung von Frauen und genderqueeren Personen nicht als eigenständige Ideologie zu betrachten. Vielmehr folgt er im Kapitalismus einer klaren Verwertungslogik.

Den Christlichen Fundamentlist:innen und Rechten geht es nicht nur darum, den Prozess der gesellschaftlichen Gleichstellung von Frauen und genderqueeren Personen aufzuhalten. Sie wollen die Vormachtstellung von weissen Personen gegenüber nicht-weissen Personen und Migrant:innen sichern. Ihre antifeministische und rassistische “Familienpolitik” ist kein isoliertes Erscheinungsbild, sondern basiert auf dem in der kapitalistischen Gesellschaft allgegenwärtigen Rassismus.

Denn ohne Rassismus liesse sich beispielsweise der gesamte Niedriglohnsektor, wo überproportional migrantische Arbeiter:innen arbeiten, gesellschaftlich nicht rechtfertigen. Fundis sind also nicht nur menschenfeindliche Grüsel (das sind sie auch), sondern Teil des Klassenkampfs von Oben!


Fundis verjagen – Rechtsrutsch zerschlagen!

Die Pro Life-Bewegung setzt sich gegen jede Form von Abtreibung ein. Mit dem Argument, dass Embryonen auf Grund einer Behinderung abgetrieben werden, versuchen sie die Legitimität von Abtreibungen generell anzugreifen.

Abtreibungsgegner:innen der Pro Life-Bewegung behaupten sich für das Recht auf Leben für Menschen mit Behinderung einzusetzen. Schaut man sich die Pro Life- Bewegung genau an, erweckt diese jedoch den Eindruck, dass sie die anwesenden Menschen mit kognitiver Behinderung für ihre Zwecke instrumentalisiert und nicht für ihre Gleichberechtigung kämpft.
Bezeichnend ist, dass gerade Personen mit einer kognitiven Behinderung nie selbst auf der Bühne zu Wort kommen, sondern Menschen ohne Behinderung für sie sprechen.

Trotz des geheuchelten Engagements der Pro Life-Bewegung setzt sie sich nicht für eine strukturelle Verbesserung des Lebens von Menschen mit Behinderung ein und spricht ihnen das Recht auf Selbstbestimmung ab.

Die Abtreibungsgegner:innen haben kein Problem damit, dass viele Menschen mit Behinderungen gezwungen sind, für einen prekären Lohn monotone Tätigkeiten im zweiten Arbeitsmarkt auszuführen: Damit sich – wie im Kapitalismus üblich – wenige auf Kosten vieler bereichern können.

Ähnlich der rassistischen oder antifeministischen Logik werden gesellschaftlich schwächer Gestellte angegriffen. Proletarisierte Frauen, Menschen mit Behinderungen, prekarisierte Migrantinnen, Ausgegrenzte – wir alle – haben nichts zu gewinnen von diesen rechten Ideologien.

Wir müssen der Logik der Spaltung unsere Solidarität entgegensetzen. Lasst uns für die Vereinigung der arbeitenden Klasse kämpfen!

Wir wollen eine Gesellschaft, in der keine Menschen mehr zurückgelassen werden.
Alle Menschen haben das Recht auf Selbstbestimmung über ihre Körper sowie auf gesellschaftliche, politische und kulturelle Teilhabe.

In einem kapitalistischen System wird diese Veränderung nicht möglich sein.
Bekämpfen wir es!


Für reproduktive Selbstbestimmung – gegen den «Marsch für’s Läbe»!

Das Recht auf Abtreibung ist hart umkämpft. Es geht Hand in Hand mit der Selbstbestimmung von Frauen und genderqueeren Personen über ihre Körper.

Erste Belege für ein Abtreibungsverbot datieren auf 1250 vor unserer Zeitrechnung.
Die Selbstbestimmung über unsere Körper ist abhängig von patriarchalen, religiösen und ökonomischen Machtverhältnissen.

Das heutige Recht auf Abtreibung ist eine Errungenschaft der Arbeiter:innenbewegung.
Erste Legalisierungen fanden ab ca. 1920, nach der Oktoberrevolution in den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion statt. Weitere Legalisierungen folgten in den USA und Europa im Zuge der 68er-Bewegung. In der Schweiz wurde der Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Woche erst 2002 ohne besondere Bedingungen straffrei möglich.

Christliche Fundamentalist:innen und konservative Rechte bilden wieder vermehrt starke Allianzen, um Abtreibungen zu illegalisieren. Wie zum Beispiel in den USA oder in Polen. Auch in der Schweiz gab es im Jahr 2022 zwei Volksinitiativen von Pro-Life-Organisationen und SVP-Politiker:innen, welche das Recht auf Abtreibung einschränken wollten.

Das Recht auf Abtreibung und Selbstbestimmung über den eigenen Körper ist auch das Recht auf Nicht-Abtreibung. So haben unter anderem die Nazis Abtreibungen verboten und gleichzeitig in ihrer Logik «inderwertiges» Leben bekämpft: Menschen mit Behinderungen, Jüd:innen, Sinti und Roma, Kommunist:innen und viele mehr wurden zwangssterilisiert.

Die Vergangenheit und auch die Gegenwart zeigen uns, dass wir weiterhin für das Recht auf Abtreibung kämpfen müssen.

Hier und international: My body – my choice! Raise your voice!

Justice for Nzoy!

Am Samstag, 30.09.2025 gingen über tausend Menschen in Gedenken an Nzoy auf die Strasse und demonstrierten gegen Rassismus und staatliche Gewalt.

Redebeitrag der Organisierten Autonomie Zürich an der Justice-for-Nzoy-Demo:

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Nicht alle, die zu uns gehören, können heute hier sein. Sie fehlen, weil sie weggesperrt, abgeschoben oder ermordet wurden – von einem kapitalistischen System, das Menschen rassistisch bewertet, ausbeutet und unterdrückt! Auf der Flucht, in den Lagern und den Knästen sterben Menschen! Sie sterben in den Wüsten und Wäldern der europäischen Aussengrenzen, in den von Europa finanzierten libyschen Foltergefängnissen – sie sterben in Palästina und überall dort, wo Kolonialismus fortbesteht und Profitinteressen über Menschenleben gestellt werden! Sie sterben auch hier – so wie Nzoy, Michael, Camila und Marvin durch Polizeigewalt!

Die aktuellen Ereignisse in Lausanne zeichnen ein klares Bild: Verfolgungsjagden, bei denen Jugendliche sterben. Rechtsextreme und rassistische Chatgruppen von Polizist:innen, welche angeblich über Jahre unbemerkt bleiben. Polizei, die mordet und weiterhin bewaffnet auf Streife geht. Das ist kein Versagen einzelner Polizist:innen. Rassismus ist kein individuelles Vorurteil, sondern eine soziales Verhältnis. Rassismus ist Teil eines Systems, welches auf Ausbeutung und Unterdrückung aufbaut. Rassismus ist der Ausdruck einer kapitalistischen Ordnung die Hierarchien produziert und Gewalt legitimiert.

Waffen, Knäste und Mauern, aber auch Institutionen wie die Polizei, Frontex oder die Behörden dienen dazu, diese Hierarchien mit Gewalt durchzusetzen. Doch um diese Hierarchien zu legitimieren, braucht es mehr als Zwang und Gewalt – es braucht eine Ideologie, die bestimmte Menschengruppen abwertet. Rassismus ist Teil dieser Ideologie.
Rassismus trennt & spaltet die arbeitende Klasse – Rassismus dient dazu, Menschen gegeneinander auszuspielen, während Kapital und Staat von dieser Unterdrückung profitieren. Unser Kampf gegen Rassismus ist deshalb immer auch Klassenkampf!

Wir stehen heute hier, weil wir uns nicht spalten lassen! Wir stehen heute hier, weil wir diese rassistischen Ordnung ablehnen! Wir wehren uns, weil wir wissen, dass wir uns auf den Staat & seine Gewaltorgane niemals verlassen können! Die Polizei ist nicht unser Freund und die Justiz ist nicht unsere Verbündete. Polizei und Grenzschutz schützen nicht die Rechte der Menschen. Sie schützen das Kapital und damit Unterdrückung, Spaltung und Ausbeutung.
Eine bessere Gesellschaft wird also niemals durch die Institutionen entstehen, die diese Gewalt hervorbringen und durchsetzen. Die Verschiebung der Machtverhältnisse muss und WIRD Von unten erkämpft werden von denjenigen, die Widerstand leisten, sich organisieren und ihre Kämpfe verbinden!

In unseren vielfältigen Kämpfen selbst entsteht Gegenmacht dort, wo wir uns verbünden, wir unsere unterschiedlichen Erfahrungen von Unterdrückung zusammenführen und zu gemeinsamer Stärke machen. Wir kämpfen als Klasse gemeinsam, solidarisch und grenzenlos. Revolutionäre Solidarität ist unsere Waffe gegen Rassismus, Ausbeutung und staatliche Gewalt.

Wir wollen keinen reformierten Staat – wir kämpfen für die Überwindung der kapitalistischen Verhältnisse! Denn im gemeinsamen Kampf entsteht die Möglichkeit einer neuen Welt, die nicht auf Ausbeutung und Gewalt gründet, sondern auf Selbstorganisation und revolutionärer Solidarität!

Wir kämpfen für die Lebenden. Wir kämpfen für die Lebenden. Denn wer für die Lebenden kämpft, kämpft auch für die Verstorbenen. Für die Freiheit, für das Leben! Für eine Welt ohne Kapitalismus und Rassismus.

Freiheit für alle!

14. Juni: Ohne Klassenkampf kein Feminismus – ohne Feminismus keine Revolution!

Heute haben wir zusammen mit über 15’000 Frauen und queeren Personen die Strassen von Zürich mit unserer Wut, unserer Kraft und unserer Solidarität gefüllt. Der 14. Juni ist kein Feiertag – er ist ein Kampftag! Laut, wütend, entschlossen. Wir sind viele – und wir lassen uns nicht länger vertrösten, vereinnahmen oder spalten!:,D


Als Teil des revolutionären Blocks machen wir klar: Wir kämpfen gegen Staat, Kapital und Patriarchat – für eine feministische Revolution

Unsere Wut ist politisch. Unsere Aktionen sind Ausdruck davon: Institutionen wie die Sanitas, die Stadtpolizei und die Handelskammer wurden mit Farbe markiert – Institutionen, die täglich patriarchale Gewalt, Repression und Ausbeutung produzieren. Geschäfte wie UBS, Läderach und Louis Vuitton wurden vollgesprayt. Denn für uns ist klar: Kein Feminismus ohne Klassenkampf – und keine Revolution ohne Feminismus!

Wir sind nicht allein. Mit Kufiyas und kurdischen Tüchern trugen wir den Internationalismus auf die Strassen Zürichs: Wir stehen Schulter an Schulter mit unseren Genoss:innen im globalen Süden, in Kurdistan, in Palästina, überall dort, wo Menschen gegen Unterdrückung und Ausbeutung kämpfen. Unsere Kämpfe sind verbunden – unser Widerstand kennt keine Grenzen.

Als Genoss:innen hier – für die Revolution überall!

Heraus zum 14. Juni 2025

Am 14. Juni 2025 in Zürich alle in den revolutionären Block!
Besammlung 14 Uhr, Demo 15 Uhr
Rudolf-Brun-Brücke

Ohne Klassenkampf kein Feminismus – ohne Feminismus keine Revolution.

Krieg und Aufrüstung werden wieder zur Normalität erklärt – als Reaktion auf globale Krisen und zur Sicherung kapitalistischer Interessen. Damit einher gehen offen durchgesetzte patriarchale, koloniale und staatliche Gewaltverhältnisse. Der autoritäre Rollback schreitet voran. Rassistische Hetze und patriarchale Gewalt gehen Hand in Hand. Frauen und queere Personen sehen sich zunehmend direkter, brutaler und systematischer Gewalt ausgesetzt – auf der Strasse, in Institutionen, an Grenzen. Gleichzeitig wird Care-Arbeit weiter privatisiert, entwertet und ausgelagert – denn die Reproduktion des Lebens steht längst im Widerspruch zur Logik von Profit, Nation und Krieg.:,D

In dieser Zeit ist feministischer Widerstand eine historische Notwendigkeit.

Wir erleben einen systematischen Angriff auf unser Leben – ausgetragen auf dem Rücken derer, die schon immer zu viel getragen haben: Frauen, Queers, Migrant:innen der Arbeiter:innenklasse.

Deshalb brauchen wir einen Feminismus, der sich nicht vereinnahmen lässt – weder von staatlicher Integrationslogik noch von neoliberalen Stellvertreter-diskursen. Ein Feminismus, der sich weigert, unter prekären Bedingungen weiter das System am Laufen zu halten. Der den Kapitalismus nicht mit Care weichzeichnet, sondern ihm die Grundlage entzieht.

Aus genau diesem Grund tragen wir den Klassenkampf in den Feminismus – nicht, um Differenzen unsichtbar zu machen, sondern um sie als Teil der gesellschaftlichen Totalität zu begreifen, die es zu überwinden gilt. Der feministische Streik/Frauen*streik ist für uns dabei keine symbolische Geste, sondern kollektiver Ungehorsam. Ein Nein zur Zumutung des Kapitalismus, das zugleich ein Ja ist – zum Aufbau von Gegenmacht, von Allianzen, von Leben jenseits der herrschenden Verhältnisse.

Feministische Selbstorganisierung ist kein Selbstzweck, sondern die Vorbereitung auf eine Revolution, die auf’s Ganze geht.
Revolution für das ganze Leben – Alle heraus zum 14. Juni!

Als Genoss:innen hier, für die Revolution überall!