FLINTA-OA-Bar am 14. Februar

Mit Genoss:innen den Valentinstag verbringen!

Am 14.2. zeigen wir an der OA-Bar den Dok-Film Gulîstan – Land of Roses (2016), der Guerilla-Kämpferinnen der YJA STAR begleitet, die in den kurdischen Bergen den bewaffneten Kampf für eine befreite Gesellschaft führen. Nehmen wir uns ein Beispiel am Kampfgeist und an der Genossenschaftlichkeit unserer kurdischen Genoss:innen und bereiten wir uns auf einen kämpferischen, starken 8. März vor! Jîn, Jiyan, Azadî!

Freitag, 14.2.25 @ Infoladen Kasama, Militärstrasse 87a Zürich
Essen ab 19:30
Pop-Corn ab 20:00
Film ab 20:15

***Diese OA-Bar ist FLINTA-only***

Solidarität mit den Postbot:innen!

In einigen Paketzentren der Schweiz organisieren sich Arbeiter:innen gegen die anhaltend hohe Arbeitsbelastung. In Zürich Oerlikon sind die Pöstler:innen nun in die Offensive gegangen. Unterstützen wir ihren Arbeitskampf! :,D

In der ganzen Schweiz rumort es bei den Pöstler:innen. Die Liberalisierung des Paketmarktes vor rund zwanzig Jahren wirkt sich direkt als kapitalistischer Konkurrenzdruck auf die Arbeitsbedingungen bei den Angestellten aus. Teilweise unterbietet die Post dabei sogar die Arbeitsbedingungen von Subunternehmen. Mit der Zunahme des Internethandels sind die Bedingungen unhaltbar geworden.

In einigen Paketzentren der Schweiz organisieren sich Arbeiter:innen seit einigen Monaten gegen 50-Stundenwochen, chaotische Zustände und akuten Personalmangel. In Zürich sind die Pöstler_innen des Paketzentrums Oerlikon – gestärkt durch einige erfolgreiche Kämpfe gegen Auslagerungen in den letzten Jahren – nun auf die Weihnachtszeit in die Offensive gegangen. Sie fordern die Einhaltung der 42-Stundenwoche und eine grundsätzliche Umstrukturierung.

Die Chefs sind, wie Chefs so sind. Sie drohen und beleidigen. Doch die Geschlossenheit und Ernsthaftigkeit der Belegschaft und der zunehmend öffentliche Druck macht sie zunehmend nervös. Unterstützen wir den Arbeitskampf!

Jetzt Soli-Kleber bestellen!

Wie schon bei der Solidaritätskampagne bei Presto gibt es einen Solikleber, den man am Briefkasten anbringen kann. Bestellen kannst du ihn via: solikomitee@gmx.ch

Solibrief an die Post-Arbeiter:innen

Diesen Solidaritätsbrief hat das Solidaritätskomittee an die Arbeiter:innen des Postzentrums Oerlikon im Januar 2025 geschrieben:

42 Stunden sind genug!

Eure Organisierung und Kampfbereitschaft haben dazu geführt, dass auch eine breitere Öffentlichkeit endlich über eure unzumutbaren Arbeitsbedingungen informiert wurde: 50 Stunden pro Woche als Norm, nicht selten sogar mehr und die Überstunden sind kaum kompensierbar. Wenn dann doch mal ein Tag diese Zeit von einzelnen bezogen werden kann, müssen eure Kolleg:innen die Arbeitslast selber wieder auffangen und ihrerseits verlängerte Arbeitstage leisten. Und in der vergangenen Festverkehrszeit war die Lage wie immer noch akuter aufgrund der zusätzlichen Geschenkeinkäufe durch das inzwischen gängigen Onlineshopping. Was eure Chefs sich erlauben, ist das Letzte! Aber ihr könnt euch sicher sein, dass die meisten Lohnabhängigen mit euch solidarisch sind – nicht nur, weil die meisten eure Arbeit schätzen, sondern auch, weil ihr mit eurem Protest gegen diese Arbeitsbedingungen einen selbstbewussten Schritt wagt. Viele von uns wünschten sich mit ihren Kolleg:innen zusammen so selbstbewusst wie ihr in den Gegenangriff zu gehen.

Deshalb denken wir auch, dass euer Kampf sehr wichtig für uns alle ist. Es wird immer mehr Leuten bewusst, dass sinkende Kaufkraft und Lebensstandards nicht einfach Zufälle sind, die die arbeitende Klasse treffen. Wo wir verarmen, profitieren andere. So wurde nach einer Studie der Oxfam seit 2020 weltweit 63% des gesamten produzierten Wohlstandes von nur 1 Prozent der Gesellschaft – den reichsten Kapitalist_innen – geklaut. Deshalb ist euer Kampf für uns Teil eines Klassenkampfs, den wir unterstützen müssen, um der ganzen Gesellschaft den Wohlstand zurückzuerobern!

Euer Kampf bei der Post ist ein seltener Lichtblick in der Schweiz, wo die Arbeiter:innen selten für ihre Rechte einstehen, sich organisieren oder gar Kampfmassnahmen ergreifen. Denn die scheinbar tief im Bewusstsein verwurzelte Sozialpartnerschaft heisst auch, dass die Politik und die oberen Etagen der Gewerkschaften so tun, wie wenn Angestellte und Arbeiter_innen und deren Chefs im gleichen Boot sitzen würden. Das verhindert seit Jahren, dass sich Angestellte und Arbeiter:innen wirklich wehren, die Chefetage hingegen führt ungehindert den Klassenkampf von oben, senkt Löhne und verschlechtert die Arbeitsbedingungen.

Umso wichtiger ist es, dass die Initiative für den Kampf von euch kommt und ihr darin weiterhin die Bestimmung habt. Denn es ist sicher, dass der Druck aus Politik und von der Chefetage aus zunehmen wird, sobald ihr euch für Kampfformen wie Protestpausen oder gar den Streik entscheidet. Dieser Druck wird sich stark gegen eure Gewerkschaft Syndicom richten und es ist deshalb das Wichtigste überhaupt, dass ihr, die betroffene Belegschaft im Betrieb, die Zügel in der Hand behält und nicht nachgebt, um schlussendlich alle eure Forderung nach reduzierter Arbeitslast und auch Strafzahlungen der Post an euch bei Verletzung der vereinbarten durchschnittlichen Wochenarbeitszeit durchsetzen zu können.

Wir stehen hinter all euren Entscheidungen und hoffen, dass wir euch als politische Aktivist:innen mit einer klassenkämpferischen Solidarität tatkräftig unterstützen können.

Solidarische Grüsse

Soli-Komittee

Solidarische Organisationen: Revolutionärer Aufbau Schweiz (RAS), Partei der Arbeit (PdA), Eiszeit, Revolutionäre Jugend Zürich (RJZ), Kommunistische Jugend (KJ), Bewegung für den Sozialismus (BfS), Züri Solidarisch, Industrial Workers of the World (IWW) Zürich, Organisierte Autonomie (OA), Klimastreik Zürich, Interprofessionelle Gewerkschaft der Arbeiter*innen (IGA) Basel, Revolutionäres Jugendbündnis, Winterthur (RJBW), Unia Jugend Zürich-Schaffhausen

Stadtspaziergang gegen Drohnen und Krieg

Communiqué des vorbereitenden Bündnis:

Am Samstag, 25.01.2025 haben wir den Stadtrundgang «Know your enemy: Zürich, Drohnen und Krieg» im Binz-Quartier durchgeführt. Der Stadtrundgang ist Teil der Anit-Wef-Kampagne und eine Fortsetzung der Kampagne «Krieg dem Krieg». Insgesamt waren wir etwa 100 Personen unterwegs, es herrschte eine interessierte und konzentrierte Stimmung an den Posten, zwischendurch lief Musik und man unterhielt sich. :,D

Wir sind von einem Posten zum nächsten weitergezogen und überall wurde vermittelt, was das Haus, vor dem wir standen, mit Krieg und Profit aus dem Krieg zu tun hat. Wobei erwähnt werden muss, dass wir nicht immer vor dem richtigen Haus standen, denn hohe Polizeipräsenz hinderte uns daran, vor Thales zu stehen. Überhaupt wurden wir durchgängig und intensiv begleitet und die Polizeikräfte bewiesen dadurch, wen sie schützen und dass diesbezüglich keine Kosten gescheut werden.

Wir leben in Zeiten des Krieges. Imperialismus, geostrategische Interessen sowie Machtansprüche führen zu Krieg, das wissen wir schon lange, das ist nicht neu. Doch ist es sehr auffällig, wie zunehmend kriegerisch die Gegenwart ist und wie verheerend das für die einen ist und wie unglaublich lukrativ für die anderen. Die Bomben, die geworfen werden, die Munition, die verballert wird, die Drohnen, die Fliegen, die Software, die eingesetzt wird, die Kommunikation und Logistik, die dafür gebraucht werden…. und hunderttausend zusätzliche Dinge, alles kostet. 

Für jede Handlung ergattert sich eine Firma einen Auftrag. Was so viel heisst wie: es gibt jene, die weit weg vom Krieg das Kriegsmaterial und die übrigen Zutaten herstellen. Andere erkennen darin eine lukrative Investitionsmöglichkeit und beide Gruppen ziehen Profit daraus. Auch in Zürich. Die Schweiz hat keinen «military industrial complex» wie die USA oder Israel es haben. Aber wir konnten am Stadtrundgang aufzeigen, dass einiges vor Ort ist. Denn die Schweiz verfügt über eine bedeutende Waffenindustrie, die sowohl für den Export als auch für den inländischen Markt produziert. Und dann gibt es noch eine grosse Grauzone. Es lässt sich keineswegs immer klar sagen, was im Krieg verwendet wird und was in so genannt zivilen Angelegenheiten.

Im Binz-Quartier von Zürich sind keine Produktionsstätten für Panzer oder Gewehre anzutreffen. Hier finden wir Start Ups und Firmen, die Software für Drohnen, Überwachungsanlagen und andere High Tech Geräte für den Krieg der Zukunft entwickeln. 

Wir befinden uns in einer Zeit der Umwälzungen. Technologisch wurden in den letzten Jahren eine Vielzahl neuer Tötungsmaschinerien entwickelt. Das führt keineswegs zu wenigeren Toten oder präziseren Tötungen, wie uns gerne vorgegaukelt wird. Es führt höchstens zu wenigeren Toten auf der Seite der imperialistischen Armeen, denen diese teuren, neuen Technologien zur Verfügung stehen.
Es ist kein Zufall, dass wir in Zürich auf zahlreiche Posten treffen können, wenn wir sie suchen. Denn diese Stadt hat drei wichtige Grundvoraussetzungen, die sie attraktiv für solche Unternehmen machen.

Erstens sind viele Start Ups Ergebnis eines Studiums an der ETH. Was man staatlich gefördert gelernt hat, will man nun marktkonform umsetzen. Und dafür den Profit privat aneignen.

Zweitens gibt es in Zürich mit Google einen wichtigen Vorreiter. Nicht wenige der führenden Köpfe der Drohnenindustrie arbeiteten eine Zeit lang bei Google. Google ist aber nicht nur der Lehrmeister im Coding. Google macht auch vor, wie man von Krieg profitieren kann.  

Dritter und wichtiger Grund, weshalb Zürich als Hub der zukünftigen Kriegsindustrie geeignet ist: Hier findet sich leichter als anderswo Risikokapital. Kapital auf der Suche nach Investitionsmöglichkeit gibt es hier im Übermass. Und das Kapital auf der Suche findet die Anlagemöglichkeit in diesen Start Ups.
Der Slogan der Anti-Vietnamkrieg-Bewegung war, «bring the war home». Das war damals richtig und ist es heute. Auch wenn keine Schweizer Soldaten im Einsatz sind, Waffen oder Teile davon sind von hier. Wir sitzen im Zentrum des Kapitalismus, unsere Feinde sind hier.

Wir Kommunist:innen sind zwar gegen den Krieg, aber wir sind keine Pazifist:innen, wir sind Antimilitarist:innen. Wir verachten den Krieg der Reichen und der Unterdrücker und wir wollen uns im Kampf davon befreien.

Deshalb ist das Thema Kurdistan und Rojava so unglaublich wichtig für uns: Dort sind Kräfte am Werk, die kämpfen und gleichzeitig eine neue, gleichberechtigte Gesellschaft aufzubauen versuchen und darin sehr erfolgreich sind. Es ist eine Revolution und in ihr liegt Überzeugungskraft, denn überzeugend ist die Praxis, viel mehr als die Theorie. Durch den Kampf für Gleichheit, solidarisch geführt, können wir Kraft entwickeln und überzeugen. 

Wir wollen den Krieg der Bourgeoisie in einen Krieg gegen die Bourgeoisie umwandeln. Das ist ein langer Weg und nicht einfach. Der Klassenhass wächst und wird in dieser Zeit der Krise weiter wachsen, so viel ist sicher und berechtigt. Gegen wen sich der Hass richten wird, ist allerdings ein Kampffeld, auf dem wir uns geschickter und überzeugender bewegen können müssen.

Ein notwendiger Schritt in diese Richtung ist eine verbesserte Kenntnis des Feindes. Deshalb heisst der Stadtrundgang ja auch: Know your enemy. Abschliessend haben wir ein Foto in Solidarität mit dem Kampf in Rojava gemacht und eine Drohne mit der YPG-Fahne fliegen lassen.

Wir werten den Stadtrundgang als Erfolg und sind uns sicher, dass die gewonnene Einsicht unseren Widerstand und den Widerstand von weiteren beflügeln wird.

Sorry we missed you 🤷🏻‍♀️

Unterstützen wir die Kämpfe in den Betrieben! Am Mittwoch, 5. Februar 2025 um 19.30 Uhr zeigen wir im Post Squat (Zürich Wipkingen) den Film «Sorry We Missed You» von Ken Loach und informieren zu einem aktuellen Betriebskampf.

OA-Bar im Januar zum WEF

Auf ein kämpferisches neues Jahr!

An der OA-Bar am Freitag, 10. Januar 2025 beleuchten wir die Machenschaften einiger zentraler Akteur:innen des World Economic Forum. Zudem schauen wir auf mehrere Jahrzehnte des Widerstands gegen das WEF zurück und informieren über die Pläne für dieses Jahr. Smash WEF – wir tragen eure Kriege nicht!

Freitag, 10.01.2025 @ Infoladen Kasama, Militärstrasse 87a Zürich

Justice for Nzoy: 300 Personen gegen rassistische Polizeigewalt

Heute, 29. Novenber 2024 nahmen rund 300 Personen an der Demonstration gegen rassistische Polizeigewalt im Langstrassenquartier in Zürich teil. Die Demonstration wurde als Reaktion auf die aktuelle Verkündung der Staatsanwaltschaft organisiert. Die Staatswanwaltschaft VD hat diese Woche bekanntgegeben, dass sie die Verfahren gegen die Bullen, die Nzoy getötet haben, einstellen.:,D

Nzoy wurde am 30. August 2021 von der Polizei in Morges erschossen. Seither wurde das Verfahren durch die Staatsanwaltschaft verzögert, verschleppt und verursachte immense Kosten für die Angehörigen. Nun hat die Justiz mit Einstellung des Verfahrens einmal mehr gezeigt, auf wessen Seite sie steht. Dabei ist sie nicht einmal auf die unterlassene Hilfeleistung eingegangen, obwohl sie Nzoy mehr als 4 Minuten liegengelassen haben, nachdem sie mehrere Male auf ihn geschossen haben. Wir sind nicht überrascht, dass der Staat die Bullen schützt und rassistisch handelt, wie auch bereits in den Fällen von Mike Ben Peter, Lamin Fatty und Hervé Mandudu.

Heute haben wir mit unserer Demonstration gezeigt, dass wir das nicht einfach so hinnehmen. Vielmehr haben wir unserer Wut gegen dieses System Ausdruck verliehen und gezeigt, dass wir weiterhin gegen Rassismus kämpfen werden. Der bürgerliche Staat mag die Justiz gegen uns nutzen, unseren Widerstand aber werden sie niemals brechen.

Bündnis Justice4Nzoy

Mord an Nzoy: Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein!

Alle auf die Strasse!

Freitag, 29.11.2024, 20 Uhr Bezirksgebäude Zürich:,D

Am 30. August 2021 wurde Nzoy von der Polizei in Morges erschossen. Die Hinterbliebenen haben Klage eingereicht. Das Verfahren wurde verzögert, verschleppt – nun hat die Staatsanwaltschaft des Kanton Waadt das Verfahren gegen die vier Polizisten eingestellt. Sie hätten die Waffe «verhältnismässig» eingesetzt. Wieder einmal zeigt die Justiz: Nicht alle Leben sind in der Schweiz gleich viel wert.

Wir sind nicht überrascht, dass der Staat die rassistischen Bullen schützt. Aber wir sind wütend!

Und wir sind viele: Alle auf die Strasse gegen rassistische Polizeigewalt! No Justice? No Peace!

25. November: Kollektive Wut geballt gegen patriarchale Gewalt

Communiqué des Bündnis «25 November Zürich»

Unter der Parole «Kollektive Wut geballt gegen patriarchale Gewalt» haben wir uns heute, 25. November 2024, dem Tag gegen patriarchale Gewalt, selbstbestimmt in Zürich die Strassen in genommen.:,D

Rund 500 Frauen und genderqueere Personen haben sich auf dem Ni-Una-Menos-Platz versammelt. Es wurden kämpferische Reden gehalten, es wurde gesungen und erneut das Schild «Ni-Una-Menos-Platz» angebracht. Internationalistische Grussbotschaften, unter anderem von der YPJ-Kommandantin Nesrin Abdullah, wurden verlesen.

Die Demo setzte sich entschlossen in Bewegung. Bei der Kalkbreite wurde ein Transparent mit dem Slogan «nehmen sie eine, antworten wir alle» aufgehängt. Auf der Route wurde mit 18 Farbbeuteln auf die 18 Feminizide in der Schweiz aufmerksam gemacht und es wurden Wandzeitungen aufgeklebt, die die bürgeliche Berichterstattung denunzieren.

Der 25. November ist ein Tag im Jahr, aber wir kämpfen jeden Tag für unsere Freiheit. So organisieren wir die Selbstverteidigung, damit sie zu einer realen Gegenmacht wird. Wir erkämpfen eine antikapitalistische feministische Perspektive, indem wir die Enteignung der Herrschenden als Ziel ins Auge fassen. Auf die alltägliche Gewalt antworten wir mit kollektiver Gegengewalt.

Es war eine starke Demo, wir kommen wieder!

Zum Nachhören: Live-Berichterstattung auf Radia Lora.

Heraus zum 25. November!

Kundgebung und Demo, 25.11.2024 um 19 Uhr Ni-Una-Menos-Platz, Zürich (ehem. Helvetiaplatz)

Kollektive Wut geballt gegen patriarchale Gewalt – am 25. November heraus zum Internationalen Kampftag gegen Gewalt an Frauen und genderqueeren Personen!:,D

Von Catcalling, sexistischem Humor und Abwertung bis zu Ausbeutung, Vergewaltigung und Feminiziden – sexualisierte Gewalt hat noch immer System, stets begleitet von reisserischer und sensationssüchtiger Berichterstattung bürgerlicher Medienhäuser, welche dieses schützen und patriarchale und rassistische Machtverhältnisse reproduzieren. Aber nicht mit uns. Wir sind wütend, und wir schlagen zurück. Deshalb nehmen wir uns als Teil des weltweiten feministischen Widerstands selbstbestimmt die Strassen Zureichs.

Nehmt ihr uns eine, antworten wir alle! Ni una menos!

Trans Day of Remembrance: Oscar Al-Halabiye

Zum Trans Day of Remembrance am 20. November gedenken wir Oscar und all jenen, die ihr Leben im Kampf für Freiheit, Würde und Selbstbestimmung eingesetzt haben.:,D

Oscar Al-Halabiye war eine syrische trans Frau und ehemalige Tänzerin, die im Widerstand gegen die israelische Besatzung im Süden Libanons gekämpft hat. Geboren in Aleppo, nahm sie den Namen «Oscar» an, inspiriert von Lady Oscar aus der Manga-Serie The Rose of Versailles. Ihr Leben wurde 1993 im Film Cinema Fouad dokumentiert.

Der Film zeigt Oscar als vielschichtige und mutige Persönlichkeit: Sie spricht über ihre Kindheit, ihren Wunsch nach einer geschlechtsangleichenden Operation und den schmerzhaften Verlust ihres Partners, der selbst im palästinensischen Widerstand aktiv war. Cinema Fouad gewährt intime Einblicke in ihren Alltag – von Momenten des Tanzens und Schminkens bis hin zu ihrer tiefgründigen Auseinandersetzung mit Identität und Kampf.

Al-Halabiyes Geschichte hinterfragt gängige Erzählungen, die die Beiträge queerer Menschen in Befreiungsbewegungen ausblenden. Ihre Teilnahme am palästinensischen Widerstand zeigt, wie eng der Kampf gegen Besatzung und die Forderung nach LGBTQ+-Rechten miteinander verwoben sein können. Ihr Leben zeugt von den unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen, die Menschen in Widerstandsbewegungen einbringen. Ihr Leben erinnert uns daran, dass Kämpfe für Befreiung in all ihrer Vielfalt erzählt werden müssen.