Unsere Klassensolidarität gegen ihre Kriege!

Heute, dem 5.10.2024, waren wir mit mehreren Tausend Personen in Basel auf der Strasse um gegen den Genozid in Gaza und die tödlichen Aggressionen des israelischen Staates in der Nahost-Region zu protestieren.:,D

Die Grossdemonstration steht für die alte Konfliktlinie in der Geschichte der Klassenkämpfe. Auf der einen Seite stehen das Kapital, die imperialistischen Staaten, die in ihrem unerschöpflichen Streben nach Rohstoffen, Boden, Macht und Einflusssphären einen Krieg nach dem anderen lostreten und denen Abertausende Proletarier:innen zum Opfer fallen.

Auf der anderen Seite der Geschichte steht der Widerstand der Unterdrückten und Ausgebeuteten, welcher sich im Massencharakter der palästinensischen Solidaritätsbewegung und in allen anderen emanzipatorischen Kämpfen, die den Weg nach vorne weisen, manifestiert.

Als autonome Kommunist:innen vertreten wir den Klassenstandpunkt des internationalen Proletariats. Wir kämpfen Schulter an Schulter mit den Ausgebeuteten und Unterdrückten dieser Welt.

Hoch die internationale Solidarität!

Gegen Verdrängung in Schwamendingen!

Am 30. September 2024 mussten hunderte Mieter:innen in Schwamendingen ihre Wohnungen an der Grosswiesen-/Glattwiesenstrasse verlassen – abgerissen von der Zurich Invest AG. Viele der ehemaligen Bewohner:innen fanden nur teure oder unpassende Alternativen. Einige mussten in städtischen Notwohnungen unterkommen. Viele sind aus der Stadt gezogen.:,D

Die profitorientierte Stadtentwicklung verdrängt die Menschen aus Zürich und macht die Stadt immer exklusiver. Niemand von den aktuellen Quartierbewohner:innen kann sich die Neubauwohnungen leisten. Die Stadt und Genossenschaften stehlen sich aus der Verantwortung und behaupten, dass sie nichts tun können.

Das Beispiel der Grosswiesen-/Glattwiesenstrasse zeigt: Auf den Staat und die Besitzenden können wir uns nicht verlassen. Vielmehr müssen wir uns organisieren, um dem Immo-Kapital etwas entgegen zu halten. Gemeinsam müssen wir verhindern, dass wir, unsere Nachbar:innen, Freund:innen und Klassengenoss:innen aus unseren Quartieren vertrieben werden.

Wir kämpfen weiter für eine Stadt für alle!

Hintergründe in unserem Artikel vom 1. Mai 2024: Vertreibung, Verteuerung und Widerstand: Zürich wehrt sich gegen die Wohnkrise.

Krieg dem Krieg

Am 27.09.24 sind wir in Zürich mit 600 Menschen auf die Strasse gegangen in Solidarität mit der libanesischen und palästinensischen Bevölkerung und gegen die imperialistische Kriegsmaschinerie des israelischen Staates.
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Die aktuellen Kriege und die Verwüstungen, die sie mit sich bringen, sind das Resultat einer durch und durch menschenfeindlichen Gesellschaftsform: Der Kapitalismus macht den Planeten und seine Bewohner:innen auch in seiner zivilen Form rund um die Uhr kaputt, im Krieg und in seinem imperialistischen Stadium jedoch zeigt sich das ganze Ausmass seiner Zerstörungskraft. Die Besatzung und der Genozid in Palästina und die Aggressionen gegen den Libanon durch den israelischen Staat sind aktuelle Erscheinungen dieser Gewalt.

Der Kampf gegen Krieg, Imperialismus und Militarismus war immer schon ein zentrales Element kommunistischer Politik. Es waren revolutionäre Linke, die am eindringlichsten vor den Weltkriegen gewarnt haben. Die Opposition gegen den Ersten Weltkrieg entwickelte anfangs des letzten Jahrhunderts revolutionäre Sprengkraft. Die Kämpfe gegen die vielen Stellvertreterkriege im Kalten Krieg haben die Menschen rund um den Erdball mobilisiert. Schauen wir also in die Geschichte und lernen von vergangenen antimilitaristischen, antiimperialistischen und revolutionären Kämpfe

Die arbeitende Klasse hat in den imperialistischen Kriegen nichts zu gewinnen. Diese alte Wahrheit über den kapitalistischen Krieg tritt immer wieder offen zutage – umso penetranter befeuert die herrschende Klasse ihre Propaganda, um alle für den Kriege einzuspannen. Der Kampf gegen die Kriegstreiberei der Unterdrücker ist daher auch ein ideologischer Kampf. Gegen imperialistische Aggressionen, Kriegshetze und nationalistische Propaganda hilft nur eines: Die internationale Solidarität, der Klassenkampf und der Widerstand des globalen Proletariats.

Hoch die internationale Solidarität!

Krieg dem Krieg!

Für eine kommunistische Perspektive!

Solidarität mit den «6 de La Suiza»!

Wir haben heute in Zürich vor dem spanischen Konsulat gegen die Repression protestiert, die sich gegen die anarchosyndikalistische Gewerkschaft CNT und im speziellen gegen sechs ihrer Mitglieder richtet.
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Sechs Genoss:innen der CNT wurden zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie sich gegen das Mobbing am Arbeitsplatz seitens des Besitzers der Bäckerei «La Suiza» in Gijón/Asturien gewehrt haben. Alles begann im Jahr 2017, als eine hochschwangere Arbeiterin von Arbeitgeber dazu gezwungen wurde, 25 kg schwere Mehlsacke zu tragen und ihr nicht erlaubte, wegen starken Blutungen ins Krankenhaus zu gehen. Darüber hinaus hat der Besitzer sie jahrelang sexistisch beleidigt und ihr Überstunden und Urlaub nicht ausgezahlt.

Nachdem die CNT erfolglos versucht hatte, den Konflikt durch Dialog zu lösen, brachte sie den Kampf auf die Strasse, organisierte Mahnwachen und machte den Fall öffentlich. Die Aktionen waren sehr gut besucht. Daraufhin leitete der Arbeitgeber fast dreissig Gerichtsverfahren gegen die Teilnehmenden und sogar gegen die CNT selbst ein, die nach und nach eingestellt wurden, bis praktisch zufällig ein Verfahren gegen sechs Genoss:innen erfolgreich war. Diese wurden schliesslich zu drei Jahren Gefängnis und zur Zahlung von 150’000 Euro verurteilt. Der Richter Lino Rubio Mayo befand die sechs Genoss:innen der «anhaltenden schweren Nötigung» und der «Behinderung der Justiz» schuldig, weil sie Anzeige wegen Mobbings am Arbeitsplatz und Nichtzahlung des Lohnes erstattet hatten, ohne dies beweisen zu können.

Dieses drastische Urteil ist auf das franquistische Erbe der spanischen Justiz zurückzuführen. Der Richter in diesem Fall, Lino Rubio Mayo, ist seit Jahrzehnten dafür bekannt, Personen aus der antifranquistischen und der Gewerkschaftsbewegung zu verfolgen.

Am Samstag, 28. September 2024 findet in Gijón eine landesweite Demonstration statt. Die Verteidigung der Gewerkschaftsfreiheit ist eine wesentliche Voraussetzung für den Kampf um die Emanzipation der Arbeiter:innenklasse!

Solidarität mit der CNT!

Freiheit für die 6 de La Suiza!

https://6delasuiza.info/

Lohndemo in Bern


¡Si luchamos, ganamos! 15.000 trabajadorxs exigendo salarios más altos en Berna
[español abajo]

Kämpfen lohnt sich! 15’000 Arbeiter:innen für höhere Löhne in Bern

Heute waren wir 15’000 Arbeiter:innen an der Lohndemo in Bern. Aus der ganzen Schweiz schlossen wir uns zusammen und haben für höhere Löhne demonstriert.:,D

Die Preise, die Mieten und die Krankenkassenprämien werden immer weiter erhöht. Die Löhne aber bleiben seit Jahren gleich tief. Und die Bosse greifen unsere Arbeitsbedingungen an, wo sie nur können. Doch wir wehren uns! Kämpfen lohnt sich!

Wir wissen: Wir können uns nicht auf die Sozialpartnerschaft verlassen. Wir müssen auf unsere eigenen Kräfte bauen. Wir organisieren uns in unseren Betrieben und Quartieren und kämpfen als Klasse gegen die Angriffe des Kapitals.

Diese Gesellschaft basiert auf der Ausbeutung von uns Arbeiter:innen. Während wir uns abmühen, irgendwie über die Runden zu kommen, sacken die Bosse die Profite unserer Arbeit ein!

Jede Organisierung der Arbeiter:innen muss darum das Ziel haben, von den Besitzenden unsere Betriebe und Häuser zurück zu holen. Nur wenn wir die Produktionsmittel vergesellschaften und den Kapitalismus überwinden, ist ein gutes Leben für alle möglich!

Unsere Klassensolidarität gegen ihre Krise!

Zürich Solidarisch & Organisierte Autonomie, 21.09.2024

Hoy, 15.000 trabajadorxs nos hemos reunido en Berna desde toda Suiza para la manifestación por salarios más altos.

Los precios, los alquileres y los premios de los seguros médicos siguen subiendo. Pero los salarios se mantienen bajos desde hace años. Y la patronal ataca nuestras condiciones de trabajo donde puede. Pero nosotros nos defendemos. ¡Si luchamos, ganamos!

Lo sabemos: No podemos confiar en la paz laboral. Sólo podemos luchar a partir de nuestras propias fuerzas. Nos organizamos en nuestros puestos de trabajo y barrios para defender nuesetra clase contra los ataques del capital.

Esta sociedad se basa en la explotación de nosotros trabajadores y trabajadoras. Mientras a nosotros, nos cuesta llegar a fin de mes, la patronal se llena los bolsillos con los beneficios de nuestro trabajo.

Por eso, cualquier organización de trabajadorxs debe tener como objetivo recuperar nuestras empresas y viviendas de manos de los propietarios. ¡Una buena vida para todos sólo es posible si colectivizamos los medios de producción y superamos el capitalismo!

¡Nuestra solidaridad obrera contra la crisis de los capitalistas!

OA-Bar am 13. September

Die OA-Bar ist aus der Sommerpause zurück!

Freitag, 13. September 2024 ab 19 Uhr @ Infoladen Kasama, Militärstr. 87a Zürich.

An der OA-Bar von Freitag, 13. September 2024 befassen wir uns damit, wie wir konservative Antifeminist:innen, evangelikale Abtreibungsgegner:innen und die rechtsradikale Gewalt gegen queere Personen stoppen können. Zudem gibt es letzte Infos zur tags darauf stattfindenden Mobilisierung gegen den «Marsch fürs Läbe» in Zürich-Oerlikon.

Côté à côté contre le racisme !

Discours lors de la manifestation Justice4Nzoy à Zürich et Lausanne, 30./31.08.2024

[Rede auf deutsch / en allemand]

Il y a trois ans, des policiers ont tiré sur le Zurichois Noir Roger «Nzoy» Wilhelm à la gare de Morges. Il n’est pas mort immédiatement, il respirait encore. Les agents l’ont remarqué, c’est écrit dans les dossiers. Mais les flics n’ont pas prodigué de premiers secours. Ils ont prétendu dans les médias avoir pris des mesures immédiatement. Mais des vidéos prouvent que c’était un mensonge. Les flics n’ont rien fait pour aider Nzoy. Ils l’ont poussé du pied. Ils lui ont attaché les mains. Mais ils n’ont rien fait d’autre. Ils ont laissé Nzoy mourir.
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Quand les flics ont appelé les secours, ils n’ont pas dit, «ici, un homme blessé par balle est allongé sur le quai». Ils n’ont pas dit que Nzoy respirait encore. Ils n’ont pas dit s’il était allongé sur le côté ou sur le dos. La seule information qu’ils ont donnée était : il s’agit d’un «Homme de Couleur».

Ce qui s’est passé ce 30 août 2021 à Morges est infiniment triste. Et pour la famille, pour les amies et amis de Nzoy, il doit être insupportable de devoir constamment se confronter à la brutalité et à la haine des policiers.

Même pour ceux qui ne connaissaient pas Nzoy, les images et les récits de sa mort sont très éprouvants. Surtout pour les personnes qui sont elles-mêmes victimes de racisme. Elles savent trop bien ce que cela fait d’être particulièrement surveillées par les flics. D’être contrôlées et harcelées. Elles savent que ce que les flics nient toujours est une réalité amère : que les policiers sont particulièrement violents lorsqu’ils contrôlent des Noirs et des personnes origine migratoire. Qu’ils utilisent chaque occasion pour les humilier et les intimider. Pour leur infliger des douleurs et leur faire subir des violences. Bien sûr, les flics disent toujours qu’ils ont été forcés d’agir comme ca. Que c’était de la légitime défense. Que tout correspondait aux directives et que cela n’a évidemment rien à voir avec le racisme.

D’innombrables cas montrent toujours la même chose : la violence des policiers contre les Noirs et les personnes origine migratoire est niée et dissimulée. Et de toute façon, les victimes de violence sont elles-mêmes responsables. Les flics protègent leurs collègues, c’est logique. Et les procureurs sont leurs copains. Eux non plus n’ont aucun intérêt à condamner la violence policière raciste.

La seule chose qui nous reste, c’est nous-mêmes. Notre solidarité. Que nous soyons nous-mêmes victimes de racisme ou non : nous ne détournons pas le regard, mais nous intervenons lorsque nos concitoyens, nos collègues de travail, nos voisins, nos amis sont harcelés par les flics.
Les possédants, les riches et les puissants ont beaucoup de poids dans cet État. Nous, en revanche – travailleurs, employé·e·s et chômeur·euse·s – avons les uns les autres. Si nous restons unis, si nous nous connectons et nous organisons, nous pouvons résister à la violence policière raciste. Plus notre solidarité est grande, mieux nous pouvons nous défendre et même riposter.

Les proches de Nzoy sont inflexibles et montrent une volonté de combattre. Cela nous impressionne beaucoup. Ils collaborent avec d’innombrables personnes, ont des contacts à Zurich, Lucerne, Berne, Winterthur et Bâle, et en particulier aussi en Suisse romande. Et aussi en France et en Allemagne. La famille et les amies et amis veulent que Nzoy ne soit pas oublié. Ils luttent sans relâche pour que les flics racistes ne s’en sortent pas si facilement. Tout comme les meurtriers de Mike et les tortionnaires de Wilson ne doivent pas s’en tirer à bon compte. Leur combat est un combat pour beaucoup. Nous vous appelons tous à continuer de soutenir les proches de Nzoy dans leur lutte, à descendre dans la rue ensemble et à ne pas relâcher vos efforts. Luttons ensemble contre l’exploitation et l’oppression !

Côté à côté contre le racisme !

Schulter an Schulter gegen den Rassismus!

Rede an der Justice4Nzoy-Demonstration am 30.08.2024 in Zürich.

[En français / Rede auf französisch]

Heute vor drei Jahren haben Polizisten am Bahnhof von Morges auf den Schwarzen Zürcher Roger «Nzoy» Wilhelm geschossen. Er war nicht sofort tot, sondern er atmete noch. Die Beamten bemerkten das, so steht es in den Akten. Aber die Cops leisteten keine Erste Hilfe. Sie behaupteten zwar in den Medien, sofort Massnahmen ergriffen zu haben. Aber Videos beweisen, dass dies eine Lüge war. Die Bullen taten nichts, um Nzoy zu helfen. Sie stupsten ihn mit den Füssen an. Sie fesselten seine Hände. Aber sonst unternahmen sie nichts. Sie liessen Nzoy sterben.
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Als die Bullen die Sanität riefen, sagten sie nicht, «hier liegt ein Mann mit Schussverletzungen auf dem Perron». Sie sagten nicht, dass Nzoy noch atmet. Sie sagten nicht, ob er in Seitenlage oder auf dem Rücken liegt. Die einzige Information, die sie weitergaben, war: Es handelt sich um einen «Homme de Couleur».

Es ist unendlich traurig, was an diesem 30. August 2021 in Morges passiert ist. Und für die Familie, für die Freundinnen und Freunde von Nzoy muss es unerträglich sein, sich immer wieder mit der Brutalität und Menschenfeindlichkeit der Polizisten auseinanderzusetzen.

Auch für Menschen, die Nzoy nicht kannten, sind die Bilder und Erzählungen von seinem Tod sehr schlimm. Insbesondere für Menschen, die selbst auch von Rassismus betroffen sind. Sie wissen selbst nur zu genau, wie es sich anfühlt, von den Cops besonders genau beäugt zu werden. Kontrolliert und schikaniert zu werden. Sie wissen, dass das, was die Bullen immer abstreiten, bittere Realität ist: Dass Polizisten besonders gewalttätig sind, wenn sie Schwarze und migrantisierte Menschen kontrollieren. Dass sie jede Möglichkeit nutzen, um sie zu demütigen und einzuschüchtern. Ihnen Schmerzen zuzufügen und Gewalt gegen sie anzuwenden. Natürlich sagen die Bullen dann immer, dass sie zu diesem Vorgehen gezwungen waren. Dass es Notwehr war. Dass alles den Vorgaben entspricht und es natürlich rein gar nichts mit Rassismus zu tun hat.

Unzählige Fälle zeigen immer wieder das gleiche auf: Die Gewalt von Polizisten gegen Schwarze und migrantisierte Menschen wird geleugnet und unter den Teppich gekehrt. Und sowieso seien die Opfer der Gewalt selber schuld daran. Die Bullen schützen ihre Leute, das ist logisch. Und die Staatsanwaltschaften sind ihre Homies. Auch sie haben kein Interesse an einer Verurteilung wegen rassistischer Polizeigewalt.

Das Einzige was uns bleibt, sind wir selbst. Unser Zusammenhalt. Ob wir selbst von Rassismus betroffen sind oder nicht: Wir schauen nicht weg, sondern schreiten ein, wenn unsere Mitmenschen, unsere Arbeitskolleginnen und -Kollegen, unsere Nachbarn, unsere Freundinnen und Freunde von den Bullen drangsaliert werden.

Die Besitzenden, die Reichen und Mächtigen, sie haben viel zu sagen in diesem Staat. Wir hingegen – Arbeiter:innen, Angestellte und Arbeitslose – haben einander. Wenn wir zusammenstehen, uns vernetzen und organisieren, dann können wir der rassistischen Polizeigewalt etwas entgegensetzen. Je grösser unsere Solidarität untereinander ist, desto besser können wir uns wehren und auch zurückschlagen.

Die Angehörigen von Nzoy sind unnachgiebig und zeigen Kampfeswillen. Das beeindruckt uns sehr. Sie arbeiten mit unzähligen Leuten zusammen, haben Kontakte in Zürich, Luzern, Bern, Winterthur und Basel und insbesondere auch der Westschweiz. Und auch in Frankreich und Deutschland. Die Familie und die Freundinnen und Freunde wollen, dass Nzoy nicht in Vergessenheit gerät. Sie kämpfen unermüdlich dafür, dass die rassistischen Cops nicht so einfach davonkommen. Genauso wie die Mörder von Mike und die Peiniger von Wilson nicht so leicht davonkommen sollen. Ihr Kampf ist ein Kampf für viele. Wir rufen euch alle auf, die Angehörigen von Nzoy in ihrem Kampf weiterhin zu unterstützen, gemeinsam auf die Strasse zu gehen und nicht nachzulassen. Kämpfen wir gemeinsam gegen Ausbeutung und Unterdrückung!

Schulter an Schulter gegen den Rassismus!

Demos: Justice for Nzoy!

Gemeinsam gegen Rassismus und Racial Profiling!

Demonstrationen:
Freitag, 30.08.2024 um 18.30 Uhr, Landesmuseum Zürich
Samstag, 31.08.2024 um 16 Uhr, Place de la Gare, Lausanne
(gemeinsame Anreise aus Zürich)

Wäre Roger Nzoy Wilhelm am 30. August 2021 auf dem Weg von Genf nach Zürich nicht in Morges aus dem Zug gestiegen, wäre er um 19 Uhr am HB angekommen. Aber es kam anders.
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Auf einem Abstellgleis in Morges gingen Polizisten auf Nzoy los. Sie schossen auf ihn und liessen ihn danach über vier Minuten lang liegen, statt Erste Hilfe zu leisten. Die Polizisten haben Nzoy getötet. Dass der Schweizer Staat seither versucht die Beamten zu schützen ist keine Uberraschung. Er tut das, was er in Fällen rassistischer Polizeigewalt immer tut: den Fall unter den Teppich kehren und die Schuld den Betroffenen zuweisen. Damit wird einmal mehr deutlich, in was für einem rassistischen System wir leben und auf wessen Seite die Justiz steht.

Aber wir werden nicht zulassen, dass man Nzoy vergisst! Während die Angehörigen und Freund:innen von Nzoy für Gerechtigkeit kämpfen, sind People of Color weiterhin mit staatlichem Rassismus konfrontiert. Sie sind tagtäglich Racial Profiling ausgesetzt, das nicht selten in Gewaltexzessen der Polizei endet. Dies passiert weltweit, aber auch direkt vor unserer Tür, im Langstrassenquartier, wo migrantische Personen durch polizeiliche Kontrollen schikaniert und verdrängt werden.

Im Kampf gegen rassistische Polizeigewalt können wir uns nicht auf den Staat verlassen. Unsere Stärke finden wir in unserem Widerstand. Wir organisieren uns, vernetzen uns und kämpfen gemeinsam. Wir intervenieren bei Racial Profiling, unterstützen uns gegenseitig und setzen uns für eine juristische und politische Aufarbeitung dieser Fälle ein. Und nicht zuletzt tragen wir unsere Wut auf die Strassen.

Darum demonstrieren wir am Freitag, 30. August 2024 in Zürich gegen Rassismus und Racial Profiling, für eine Welt ohne Unterdrückung und Grenzen. Wir besammeln uns um 18.30 Uhr beim Landesmuseum; um diese Zeit wäre Nzoy mit dem Zug aus Genf in Zürich angekommnen.

Am Samstag, 31. August 2024 fahren wir gemeinsam nach Lausanne, um an der Justice4Nzoy-Demo teilzunehmen! Gemeinsam gegen Rassismus und Racial Profiling!

Weitere Informationen: https://justice4nzoy.org/