Im Rahmen der Aktionswoche «Krieg dem Krieg» solidarisieren wir uns mit der zapatistischen Bewegung und der EZLN in Chiapas, Südmexiko.:,D
Die 1994 zurückeroberten und seither von der indigenen Guerilla autonom verwalteten Gebiete befinden an der Grenze zu Guatemala, wo sich Staat, Drogenkartelle und paramilitärische Einheiten um territoriale Macht und die Kontrolle über Migration, Drogen- und Waffenhandel und Ausbeutung der Natur bekriegen.
Vertreibungen ganzer Dörfer, Ermordungen, Menschenhandel, Strassensperren, Inbrandsetzungen von Gemeinschaftsernten und Morddrohungen sind momentan an der Tagesordnung. Die Gewalteskalation in der Region spitzt sich seit 2019 zu – und der korrupte Staat unterlässt jede Hilfe. Dies veranlasste die EZLN – deren Gründung sich am 17. November dieses Jahres zum 41. Mal jährt – vor Kurzem dazu, alle angekündigten Aktivitäten und internationalen Treffen bis auf Weiteres auf Eis zu legen.
Am frühen Sonntagmorgen des 20. Oktober 2024 erschossen «Unbekannte» den indigenen Aktivisten und Priester Marcelo Pérez, eine zentrale Figur der progressiven und revolutionären Kräfte in der Region.
Wir verurteilen die Angriffe auf die zapatistischen Gemeinden und die Bevölkerung in Chiapas!
Unseren Genoss:innen schicken wir solidarische Grüsse und viel Kraft im Kampf für eine andere Welt!
Wir haben uns heute, 16.11.24 mit einer Rede und einer Transpi-Aktion an der Demo «Stop the Genocide» des Palästina-Komitee Zürich beteiligt.:,D
Seit über einem Jahr gehen wir gemeinsam gegen die Besatzung und den völkermörderischen Krieg des israelischen Staates gegen die palästinensische Bevölkerung auf die Strasse. Weltweit ist gegen diesen Krieg eine starke Bewegung gewachsen, und auch hier in Zürich wird diese Bewegung immer beständiger.
Überall erheben sich Arbeiter:innen gegen den mörderischen Imperialismus im Nahen Osten. In Griechenland blockierten Hafenarbeiter:innen die Waffenexporte nach Israel und knüpfen damit an die kämpferische Praxis des autonomen Hafenarbeiterkollektivs CALP Genova an. Seit Jahren gelingt es den Genoss:innen dort immer wieder, Waffenlieferungen an kriegstreibende Staaten zu sabotieren.
Parallel dazu besetzen Studierende weltweit die Universitäten. Dabei beziehen sie sich ausdrücklich auf die revolutionären Kämpfe gegen den Vietnamkrieg an den Unis in den 1960er Jahren. Die Unibesetzungen fordern nicht nur ein sofortiges Ende des Krieges gegen die Palästinenser:innen und den klaren Bruch der Universitäten und Regierungen mit Israel – sie kämpfen für eine umfassende, radikale gesellschaftliche Veränderung!
Auch das Palestinian Youth Movement, eine neue Bewegung in der Diaspora, repräsentiert den fortschrittlichen Kern der heutigen Antikriegsbewegung. Genauso mutig und entschlossen stehen antizionistische jüdische Genoss: innen an der militanten Spitze dieser internationalen Solidaritätsbewegung: Mit Besetzungen und Blockaden mitten im Herzen des westlichen Imperialismus demonstrieren sie eindrucksvoll ihren Widerstand und ihre Solidarität. Streik, Sabotage, Blockaden, Besetzungen und auch der bewaffnete Widerstand! Dies sind die Kampfformen der Arbeiter: innenklasse und der Unterdrückten weltweit gegen die imperialistischen Kriege der Mächtigen. Vom Guerillakampf in Kurdistan über das zapatistische Aufbegehren in Chiapas bis hin zum Widerstand der Palästinenser: innen wird klar: Es gibt keinen Frieden ohne Gerechtigkeit.
«Krieg dem Krieg» lautet das Motto all jener, die für eine gerechte und befreite Gesellschaft kämpfen! Wir sagen «Krieg dem Krieg», weil wir dem kapitalistischen Krieg den Kampf ansagen. Aufforderungen an die Mächtigen allein werden die imperialistischen Kriege nicht stoppen. Nur mit einer kämpferischen Bewegung können wir diesen Kriegen etwas entgegensetzen. Wir erleben eine Bewegung, die die weltweite koloniale Unterdrückung im Blick hat, eine Bewegung, die auf internationale Solidarität setzt. Und genau dies macht ihre Stärke aus! Den imperialistischen Staaten ist nicht Zu trauen, setzen wir auf die eigenen Kräfte, auf den proletarischen Internationalismus, auf die Solidarität der Ausgebeuteten, auf die Befreiung der Unterdrückten aller Länder!
Den Krieg gegen Gaza und den Libanon bezeichnen wir als einen imperialistischen und kolonialen Krieg. Der israelische Staat funktioniert nach wie vor als der wichtigste Stützpunkt des westlichen Imperialismus im Nahen Osten. Nur dank der strategischen Interessen der USA und der Nato in der Region kann Israel sein koloniales Projekt durchsetzen. Der immer weiter eskalierende Krieg im Nahen Osten ist für uns ein Teil einer verschärften globalen Kriegstendenz, die sich in vielen Formen äussert. Hier in Europa zeigt sich die Kriegstendenz vor allem in einer anhaltenden Militarisierung und einer ideologischen Offensive: Die Armeen werden aufgerüstet, der Krieg soll wieder als normal gelten.
Für uns als Revolutionär:innen ist klar: nur der Widerstand der Arbeiter:innenklasse und eine klassenkämpferische internationalistische Bewegung kann die Antworten auf diese globale Kriegstendenz liefern. Um diese Bewegung zu stärken, müssen wir aus der Geschichte Erkenntnis schöpfen. Wir müssen anknüpfen an die Errungenschaften der Arbeiter innenbewegung und der antikolonialen Kämpfe. Palästina war für den Kampf gegen den imperialistischen Krieg immer ein wichtiger Bezugspunkt, und so ist es auch heute. Der palästinensische Widerstand hat eine reiche und fortschrittliche Geschichte: daran müssen wir anknüpfen. Darum ist es wichtig, dass sich die säkularen und sozialistischen Kräfte im palästinensischen Widerstand stärken und Gehör verschaffen können.
Stehen wir Schulter an Schulter mit der palästinensischen Bevölkerung und ihrem Überlebenskampf und ihrem Widerstand gegen den imperialistischen Krieg. Seien wir Sand im Getriebe der Kriegsmaschinerie. Die Arbeiter innenklasse hat in den imperialistischen Kriegen nichts zu gewinnen. Die Kriegstreiber und die Rüstungsindustrie sind angreifbar, auch hier in der Schweiz. Stärken wir die Arbeiter:innen des globalen Südens in ihrem Widerstand und verbinden wir die Kämpfe.
Für eine Zukunft ohne Krieg und Elend! Gegen Völkermord und Kolonialismus!
Die staatliche Zwangsverwaltung der von der DEM regierten Gemeinden Êlih, Mêrdîn und Xalfetî sowie die Absetzung der Ko-Bürgermeister:innen durch das Innenministerium sind direkte Angriffe auf die kurdische Bevölkerung. Seit mehreren Tagen kommt es darum zu entschlossenen Protesten – trotz brutaler Repression. Solidarität mit dem Widerstand in Bakur!
Der globale Kapitalismus ist geprägt von neokolonialer Ausbeutung und imperialistischer Expansion. Er verursacht viele Krisen: Ökonomische Einbrüche, Klimawandel und immer neue Kriege. Für die herrschende Klasse ist das kein Problem – im Gegenteil, die Besitzenden profitieren davon. Aber für die Proletarisierten dieser Erde, für die Arbeiter:innen, Arbeitslosen, Migrant:innen, Mütter, Scheinselbständigen, Prekarisierten und auch für Kleinbäuer:innen und Landlose, sprich für die grosse Masse der Menschheit sind die Folgen dieser Krisen fatal. Gegen imperialistische Aggressionen, Kriegshetze, gegen Rassismus und Sexismus und gegen nationalistische Propaganda hilft nur eines: Der Widerstand des globalen Proletariats, Klassenkampf und internationale Solidarität. Dieser Widerstand hat viele Gesichter und doch eint ihn der Kampf gegen den Imperialismus, gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Stehen wir zusammen gegen den Krieg – für Frieden und Kommunismus!
An der OA-Bar im November diskutieren wir mit Genoss:innen von Zürich Solidarisch über revolutionäre Basisarbeit.
Seit 4 Jahren unterstützen sich bei Zürich Solidarisch Arbeiter:innen gegenseitig bei Stress mit Chef:innen und Vermieter:innen. Bisher konnten wir über 200’000 Fr. an Löhnen zurückholen, welche die Bosse zu stehlen versuchten. Wie macht man sowas? Was können wir dabei über Klassenpolitik und soziale Kämpfe lernen? Und wie kommen wir von der Rechtsberatung zur Revolution?
Wir stellen die neue Broschüre “Kämpfen heisst Gewinnen” vor und diskutieren über diese Fragen.
Freitag, 8.11.24 @ Kasama, Militärstrasse 87a Zürich Essen ab 19 Uhr Diskussion ab 20 Uhr
Am 1.11.24 haben wir in Zürich zusammen mit ca. 800 Personen an die Widerstandskraft der kurdischen Bewegung und ihrer Verteidigungsstrukturen erinnert, die vor zehn Jahren den IS aus Kobanê vertrieben haben.:,D Die kurdischen, arabischen und assyrisch-aramäischen Einheiten sowie linke Kräfte aus der Türkei und internationalistische Bataillone besiegten den selbsternannten «Islamischen Staat», der versuchte, das freie Kobanê einzunehmen. An der heldenhaften Abwehr der dschihadistischen Reaktionäre hatten insbesondere die Frauenverteidigungseinheiten einen grossen Anteil.
Die kurdische Bewegung etabliert im Nordosten Syriens eine rätebasierte Selbstverwaltung, das auf Geschlechtergerechtigkeit, Ökologie und interethnischer Kooperation basiert. Diese revolutionären Errungenschaften haben regionale und internationale Strahlkraft und bieten eine Perspektive der Befreiung und Selbstbestimmung. Verteidigen wir die Revolution in Kurdistan!
Am Samstag, 26. Oktober 2024 demonstrierten mehrere tausend Menschen in Zürich gegen den Völkermord des israelischen Staates an der palästinensischen Bevölkerung.:,D Stärken wir die internationalistische Klassensolidarität, organisieren wir uns gegen die Besatzung, das Morden und die Zerstörung in Gaza!
Bekämpfen wir den Imperialismus und die Kriege des Kapitals!
Heute, dem 26.10.2024 waren wir vor dem Shop der Luxusmarke Montblanc in der Zürcher Bahnhofstrasse, um die kämpfenden Arbeiter:innen in Florenz zu unterstützen. Sie wehren sich gegen die miesen Arbeitsbedingungen in den Fabriken und die gewerkschaftsfeindliche Politik des Schweizer Unternehmens Richemont. Zum europäischen Aktionstag fanden in Italien, der Schweiz, Deutschland und anderen Ländern Solidaritätsaktionen statt. :,D
Viele Luxusartikel von Montblanc und Co., die für tausende Franken in den Boutiquen landen, werden in einem Vorort von Florenz, Italien, hergestellt – von Arbeitenden, die zwölf Stunden täglich, sechs bis sieben Tage pro Woche für gerade einmal 900€ im Monat schuften. Das entspricht einem Stundenlohn von gerade einmal 3€! Florenz ist eines der bedeutendsten Textilzentren Europas, in dem ein Netzwerk von Subunternehmen vor allem für Luxusmarken produziert und Arbeitende zu Dumpinglöhnen beschäftigen.
Die Arbeiterinnen und Arbeiter organisieren sich seit einiger Zeit in der Basisgewerkschaft Sudd Cobas. Sie forderten die Fünftage-Woche und den Achtstunden-Tag ein. Sie kämpften für die Einhaltung des Arbeitsrecht. Sie haben gestreikt, sie haben gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen und für die Einhaltung des Arbeitsrechts gekämpft.
Viele der Arbeiter:innen haben einen unsicheren Aufenthaltsstatus, darum braucht es viel Mut, aufzustehen und sich zu wehren. Aber die Arbeiter:innen hatten wirklich genug und sie sagten: Solo la lotta paga! Nur wer kämpft, kann gewinnen! Und sie haben gewonnen! Sie haben erreicht, dass ihre Arbeitszeit verkürzt und ihre Löhne ein bisschen erhöht wurden.
Als Reaktion des Milliardenkonzerns wurden die Aufträge zurückgezogen und an eine andere Fabrik vergeben. Das Ziel der Verlagerung war offensichtlich die Untergrabung der verbesserten Arbeitsbedingungen und der gewerkschaftlichen Organisierung der Arbeiteitenden. Das nennt sich Union-Busting und ist laut italienischem Arbeitsrecht verboten! Anstatt gegen dieses Unrecht vorzugehen, stellen sich die Verantwortlichen hinter die Interessen der Modekonzerne. Den Arbeitenden bleibt nur der Protest, den wir heute hier vor die Läden trugen.
Weitverbreitete Ausbeutung in der Luxusindustrie hat System!
Richemont ist ein globaler Luxuskonzern mit Sitz in Genf und besitzt Marken wie Cartier, Van Cleef & Arpels, Vacheron Constantin und Montblanc. Das Vermögen seines Gründers, Johann Rupert, beträgt fast 11 Milliarden $. Die Richemont-Holding lässt Lederwaren für die Luxusmarke Montblanc in Werkstätten von Subunternehmen herstellen, die systematisch gegen das Arbeitsrecht verstossen. Richemont ist jedoch bei weitem nicht das einzige Unternehmen, das seine Mitarbeitenden bis zur Erschöpfung ausbeutet und gegen das Arbeitsrecht verstösst. Es ist in der Branche üblich, die Produkte von Subunternehmen anfertigen zu lassen, die sich mit allen Schlupflöchern des Arbeitsrechts auskennen und die Auslagerung der Produktion in gewerkschaftlich noch nicht organisierte Werkstätten aktiv fördern.
Die Arbeiterinnen und Arbeiter und die Gewerkschaft Sudd Cobas sagen in wenigen Worten, was sie von Montblanc und dem Richemont-Konzern halten. Sie sagen, dass das Label «Made in Italy», mit dem sich die italienische Textilindustrie schmückt, nichts anderes bedeutet, als eine grosse Schande – «Shame in Italy»!
Wir unterstützen die Arbeiterinnen und Arbeiter der Textilindustrie in der Toscana in ihrem Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und für höhere Löhne! Die Arbeiterinnen und Arbeiter der Textilindustrie sind Menschen mit Würde und mit Rechten! Wer in ihnen nur billige Arbeitskräfte sieht, dem sagen wir den Kampf an! Montblanc und Richemont: Ihr könnt euch dem Widerstand nicht entziehen!
Weitere Informationen zum Streik und den Aktionstagen auf dem Instagram von Sudd Cobas.
Unterstützt das Crowdfunding der Streikenden: GOFUNDME
Kundgebung in BaselDemo der Streikenden in Florenz
Am 21.10.2024 haben die Bullen Nanuk (Thomas) in Berlin festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, eine «kriminelle Vereinigung» im Rahmen des Antifa-Ost-Komplexes unterstützt zu haben. Zudem soll er sich an Angriffen auf eine rechtsradikale Burschenschaft in Leipzig sowie auf ein Gerichtsgebäude beteiligt haben. Seit 2022 fahndeten die deutschen Bullen erfolglos nach Nanuk.
Wehrhafter und militanter Antifaschismus ist notwendig! Freiheit für Nanuk – Freiheit für alle Antifaschist:innen! Freiheit & Kraft allen Untergetauchten!
Veranstaltung am Samstag, 12.10.2024 19 Uhr, Volkshaus Zürich, Stauffacherstr. 60
Durch autonome Selbstverwaltung und Selbstverteidigung schaffen die Menschen in der jesidisch-kurdischen Region Shengal und im Flüchtlingscamp Mexmûr in Südkurdistan (Nordirak) eine Alternative zur kapitalistischen Moderne aufzubauen – trotz der türkischen und irakischen Angriffe.
Ein Genosse der Organisierten Autonomie und weitere Internationalist:innen, die diesen Sommer in der Region waren, berichten über ihre Erfahrungen und Beobachtungen.