Planzer

05. Februar 2023

Doch die Planzer-Arbeiter:innen lassen sich nicht einschüchtern! Unter dem Druck des Arbeitskampfes sah sich Planzer bereits gezwungen, die Löhne zu erhöhen. Die Fahrer:innen sind entschlossen, auch die anderen Forderungen durchzusetzen. Unterstützen wir sie dabei!:,D

Seit Jahren boomt der Logistik-Sektor. Insbesondere Paket- und Essenslieferdienste konnten ihre Volumen und damit Umsätze stark steigern. Doch die Arbeiter:innen profitieren nicht davon. Im Gegenteil: Arbeitsverdichtung und Prekarisierung nehmen immer weiter zu. Die Löhne bleiben trotz steigenden Preisen sehr tief. Dagegen wehren sich immer mehr Arbeiter:innen. Im November 2021 traten die Food-Kurier:innen von Smood in mehreren Westschweizer Städten während fünf Wochen in den Streik. Bei DPD wurde infolge eines Arbeitskampfes vielen Fahrer:innen eine Festanstellung gewährt. In vielen Betrieben rumort es.

Steigende Preise, Mieten, Krankassenprämien – unser Leben wird teurer, doch die Löhne steigen nicht. Nur wenn wir uns wehren, können wir verhindern, dass die Krise auf uns Lohnabhängige und Mieter:innen abgewälzt wird. Organisieren wir uns deshalb in unseren Betrieben und Quartieren! Unterstützen wir die Kämpfe für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen!

Zürich Solidarisch

25. Januar 2023

Lohnzahlung SOFORT! Kein Angriff ohne Widerstand!
Zwei Freund*innen von Zürich Solidarisch warten seit mittlerweile mehr als einem halben Jahr auf ihre ausstehenden Lohnzahlungen. Sämtliche Versuche mit der Chefin des Cafés, für das sie gearbeitet haben, in Kontakt Zu treten scheitern; auch die Termine bei der Schlichtungsstelle nimmt sie nicht wahr. Letzten Samstag haben wir zusammen mit dem Gastra-Kollektiv die beiden begleitet um der Chefin die Lohnforderung persönlich zu überbringen. :,DMit gut zwanzig solidarischen Personen und Arbeiter*innen aus der Gastronomie, ausgestattet mit Schildern und einem Transpi haben wir der Chefin den Brief mit den Lohnforderungen überbracht. Leider war sie nicht zu Hause, deshalb haben wir den Brief gut sichtbar an ihre Tür und ihren Briefkasten geklebt.
Frau B., zahlen Sie die ausstehenden Löhne und die Entschädigung für die Mehrkosten und Umstände die durch das Ausbleiben der Zahlungen entstanden sind und übernehmen Sie Verantwortung. Wir lassen uns nicht alles gefallen. Wir wehren uns gemeinsam und mit unterschiedlichen Mitteln. Ein Angriff auf eine*n ist ein Angriff auf alle. Arbeitest auch du unter miesen Arbeitsbedingungen? Wirst du von deinen Chefs verarscht, oder nicht für deine Arbeit bezahlt?
Melde dich bei Zürich Solidarisch oder komm vorbei am Treffpunkt, jeden zweiten Samstag im Kafi Klick.

z-solid@protonmail.ch

zh-solidarisch.ch

Broschüre Januar 2023

20. Januar 2023

Die Broschüre kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Runter die Kosten!
Hoch die Solidarität!
Weg mit Staat und Kapital!

Während unser Lebensunterhalt immer teurer wird, streichen grosse Unternehmen und Energiekonzerne Rekordprofite ein. Das hat System – wehren wir uns!

Teuerung für uns heisst Profite für die Bosse!

Alles wird teurer: das Heizen, das Autofahren, die Krankenkassenprämien und das Essen. Obwohl wir als Lohnabhängige nicht für die Preisexplosion verantwortlich sind, müssen wir für die aktuelle Teuerung frieren und sparen. Steigende Kosten von Lebensmitteln, Mieten oder Krankenkassenprämien müssen wir finanzieren, während unsere Löhne seit Jahren gleichbleiben.mehr lesen

Uns wird gesagt, dass wir nun alle den Gürtel enger schnallen müssen. Die Schweizer Firmen zahlen jedoch im sogenannten Krisenjahr fast alle höhere Dividenden (Gewinnbeteiligung für Aktionär:innen) aus, als im Vorjahr. Nur schon die Dividenden der an der Schweizer Börse gelisteten Unternehmen stiegen in einem Jahr um 10 Prozent, also um 50 Milliarden CHF an.

Überall lesen wir von der Inflation, doch was bedeutet das überhaupt?

Von einer Inflation spricht man, wenn in einer Volkswirtschaft der Wert des Geldes sinkt. Das heisst konkret, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen steigen, du also weniger für dein Geld bekommst. Eine Inflation kann unterschiedliche Auslöser haben und steht im Zusammenhang mit dem internationalen Geschehen. Aktuell liegt die Ursache in erster Linie in den gestiegenen Preisen für Energie und Rohstoffe auf dem Weltmarkt. Der Krieg in der Ukraine und Abhängigkeiten vom russischen Gas haben diese Inflation ausgelöst. Doch Inflation hängt nicht direkt von diesem Krieg ab. Starke Unternehmen (zum Beispiel State Grid, Sinopec oder BP) können die mögliche Verknappung von Gas nutzen, um die Preise anzuheben. Dieser Mechanismus wird durch Spekulation weiter verschärft.

Investition in Rohstoffe ist rentabel, was die Spekulation wiederum weiter anheizt. Für die aktuelle Inflation ist also nicht grundsätzlich der Mangel an materiellen Ressourcen verantwortlich, sondern die global verstrickte kapitalistische Marktwirtschaft.

Diese etwas verkürzte Erklärung der aktuellen Inflation zeigt: Es muss keine wirkliche Verknappung von Gütern bestehen, damit Inflation auftritt. Es reicht die Annahme, dass es zu einer Mangellage kommen könnte und schon können Unternehmen, Börsen und Banken durch ihre Preiserhöhungen eine Inflation befeuern. Die gegenwärtige Inflation geschieht inmitten des globalen Klimawandels. Doch Rohstoffmultis tragen kaum Konsequenzen dieser Krise. Die Gewinne fast aller Multis sind markant gestiegen.

Die Beziehung zwischen Krise, Staat und Kapital

Es gibt keine einfache Antwort auf die Krise, in der wir stecken. Entscheiden wir uns individuell dazu, Essen und Rechnungen nicht zu bezahlen, drohen uns Sanktionen und Zwangsmassnahmen von Seiten des Staates. Auf nicht bezahlte Rechnungen folgen Betreibungen, Lohnpfändungen und im schlimmsten Fall auch Zwangsräumungen. Für geklaute Lebensmittel kann es eine Busse und Anzeige geben und Kritik am Chef kann zur Kündigung führen. Die Nähe des bürgerlichen Staates zu kapitalstarken Unternehmen führt dazu, dass der Staat vor allem die Profite der Konzerne sichert.

Bereits im August präsentierte der Bundesrat unter dem Slogan «Energie ist knapp. Verschwenden wir sie nicht.» einen Energie-Sparplan, der vor allem an das individuelle Verhalten von uns Arbeiter:innen gerichtet ist: Mit «Selbstdisziplin und Genügsamkeit» gegen die Energieknappheit. Im Haushalt soll man kalt duschen, die Hemden nicht bügeln und die Heizungen runterschrauben.

Mit dem Scheitern des Nebenkosten-Deckels der SP und der Erhöhung der Prämienverbilligungen sind bereits einige der ineffizienten Möglichkeiten der parlamentarischen Politik, die Krise weniger auf die Lohnabhängigen abzuwälzen, gescheitert. Gleichzeitig stehen den Wirtschaftsverbänden wie Economiesuisse in Bundesbern Tür und Tor offen. Einmal mehr zeigt sich also, dass sich die Krise weder auf individueller noch auf parlamentarischer Ebene lösen lässt.

Die autonome Organisierung ist unsere Antwort

Unsere Antwort auf diese Situation ist die kollektive Organisierung und das gemeinsame Kämpfen. Tauschen wir uns über unsere Probleme bei der Arbeit, im Quartier oder im Wohnblock aus. Durch kollektives Handeln können wir den Umständen und unserer Ohnmacht etwas entgegensetzen. Bezahlen wir kollektiv unsere Rechnungen nicht, bestreiken wir unsere Mieten, besetzen wir Häuser für Wohn- und Kulturräume, kämpfen wir für kürzere Arbeitszeiten und mehr Lohn!

Zusammen können wir Existenzängste überwinden und handlungsfähig werden.

Unsere Organisierung muss unabhängig vom bürgerlichen Staat und von staatstragenden Institutionen, also autonom sein. In gemeinsamen Kämpfen entwickeln wir die Vorstellung einer Zukunft ohne profitorientiertes Wirtschaftssystem – ohne Kapitalismus. Bis dahin holen wir uns, was uns zusteht! Aber nicht mit Appellen und Bittibätti – machen wir ernst, denn im Kleinen kann Grosses entstehen!

Für die autonome Organisierung und eine kommunistische Perspektive!

OA – Organisierte Autonomie Zürich

Januar 2023

Mehr Lohn oder wir streiken!
Runter mit den Mieten oder wir zahlen nichts!
Runter mit den Preisen, sonst gibts Krawalle!

Buchpräsentation: «Class Power – Über Produktion und Aufstand» mit den Angry Workers

09. Januar 2023

Seit 2014 lebt, arbeitet, organisiert und kämpft das Kollektiv Angry Workers in Greenford, London – einem wichtigen Knotenpunkt für die Logistik der Grossstadt. Grosse Fabriken und Logistikzentren beliefern die Metropole mit Lebensmitteln und allen erdenklichen Waren. Die vorwiegend migrantischen Arbeiter:innen leben und arbeiten sehr prekär, sind durch Zeitarbeit, unsicheren Aufenthaltsstatus und globale Konkurrenz den Angriffen der Bosse oft ausgeliefert. Die Angry Workers haben sich in diesen Jobs anstellen lassen, haben beispielsweise in Fabriken für Fertigessen oder 3D-Drucker gearbeitet, mit dem Ziel, ein Solidaritätsnetzwerk aufzubauen, das bei Ärger mit den Bossen oder Vermieter:innen direkte Hilfe leistet oder Streiks unterstützt. Und am Feierabend haben sie ihre Erfahrung dieser revolutionären Organisierung niedergeschrieben. Wir reden mit den Angry Workers über ihr Buch «Class Power – Über Produktion und Aufstand» und wollen von den Erfahrungen ihrer revolutionären Basisarbeit lernen.

Kasama Soli Party

20. August 2022

Der Infoladen Kasama braucht Kohle! Kasama Soliy-Party Summer Edition 2.0, Samstag 20. August 2022 ab 21 Uhr, Provitreff Sihlquai 240, Zürich.

Antirassistische Demonstration am 3. September 2022

29. Juli 2022

Besammlung um 15:30 beim Landesmuseum

Rassismus tötet – ganz konkret am 30. August 2021 in Morges (VD). Die Polizei erschoss den 37-jährigen Nzoy aus Zürich, ein Mord mit eindeutig rassistischem Hintergrund. Die Behörden sind bis jetzt nicht in der Lage und offenbar auch nicht willens, den Fall aufzuklären. Die Angehörigen und wir alle wollen Gerechtigkeit! Tragen wir gemeinsam unsere Betroffenheit und unsere Abscheu vor diesem rassistischen Mord auf die Strasse!

Wir fordern Gerechtigkeit für Nzoy! Dem staatlichen Rassismus in all seinen Formen sagen wir den Kampf an. Wir solidarisieren uns mit den Opfern rassistischer Gewalt und mit allen antirassistischen Kämpfen weltweit! Heraus zur antirassistischen Demonstration am 3. September!

Nzoy rest in power!
Rassismus tötet!
Gemeinsam gegen Rassismus!

Solidarität mit USB und S.I. Cobas

23. Juli 2022

Internationale Solidarität mit den verhafteten Genoss:innen der kämpferischen, antikapitalistischen Basisgewerkschaften USB und S.I. Cobas aus Italien. Hände weg von den Organisationen des Klassenkampfe

Der Italienische Staat hat am 20. Juli 2022 zahlreiche Genoss:innen der Basisgewerkschaften USB und S.I. Cobas verhaftet, wobei es zu Hausdurchsuchungen bei Gewerkschaftsführer:innen kam. Die Anklagepunkte lauten unter anderem Bildung einer kriminellen Vereinigung, schwere Körperverletzung, Widerstand gegen einen Amtsträger und Sabotage und Störung der öffentlichen Dienste.

Der Repressionsschlag gegen die radikale basisgewerkschaftliche Organisierung ist ein strategischer Angriff der herrschenden Klasse Italiens in einem historischen Moment. In dem Land jagt eine Regierungskrise die nächste, die Inflationsrate liegt höher als in den meisten Nachbarländern und die Arbeitslosigkeit grassiert. Wie im Rest der Welt rast der Kapitalismus auf die grösste Krise seit seiner Existenz zu. In diesem Klima soll eine kampfbereite Fraktion der Arbeiter:innenklasse ihrer Handlungsmacht beraubt werden. Das lassen wir nicht auf uns sitzen und sagen: Hände weg von den Organisationen unserer Klasse!
Der Zeitpunkt dieser Angriffe ist kein Zufall. Seit langem wird in Italien ein heisser Herbst herbei geredet. Viele Organisationen bereiten sich sich auf Generalstreiks und grosse Aktionen vor. Eine Intensivierung des Klassenkampfes zeichnet sich am Horizont ab.

Die S.I. Cobas hat in den letzten Jahren eine Massendimension entwickelt. Zehntausende Arbeiter:innen in über zwanzig italienischen Städten sind in den Sektoren der Gewerkschaft organisiert. Die Arbeitgeber:innen sowie die Regierung musste eingestehen, dass die Organisation im Logistikbereich eine zentrale Kraft geworden ist. In vielen Logistikbetrieben haben sie mehr Mitglieder als die traditionellen staatstragenden Gewerkschaften, von denen sie sich durch ihre klassenkämpferische Position klar unterscheiden. In den Kämpfen um weniger Arbeit und mehr Lohn wurden dazu in jüngster Vergangenheit viel erreicht: Gesamtarbeitsverträge, Lohnerhöhungen und der Ausbau sozialer Leistungen.

Auch die USB verzeichnet eine kontinuierliche Vergrösserung ihrer Basis. In den vergangenen Jahren sorgten sie – nebst ihren Arbeitskämpfen – mit politischen Streiks international für Aufmerksamkeit. So wurden zum Beispiel in Zusammenarbeit mit den autonomen Hafenarbeiter:innen des C.A.L.P. die Auslieferungen von Waffen in verschiedene Kriegsgebiete erfolgreich verhindert.

Klassenkämpferische Organisationen, die sich im Aufschwung befinden und an den bestehenden Kräfteverhältnissen rütteln, sind der herrschenden Klasse ein Dorn im Auge. In Zeiten sich überschlagender Krisen und imperialistischer Kriege, unterdrückt der italienische Staat, was sich gegen die nationale Einheit stellt.

Wir stehen Schulter an Schulter mit der italienischen Arbeiter:innenklasse im Krieg der Bosse gegen die sozialen Kämpfe von unten!

Hoch die internationale Solidarität!
Feuer und Flamme gegen Staat und Kapital!