
Heraus zum 1. Mai 2026 in Zürich:
Revolutionärer Block, 10 Uhr Ni-Una-Menos-Platz (ehem. Helvetiaplatz)
Revolutionärer Treff, 12:30 Uhr Kanzlei
Revoltuionäre Demo, 15 Uhr
Politwochenende, 24.-26. April, Kanzleiareal (Programm)
Besuche unseren Stand am internationalen 1. Mai-Fest, 1./2. Mai auf dem Kasernenareal :,D
Kampf dem Kapital – für Frieden und Kommunismus
Klassenkampf ist der Schlüssel zu einer friedlichen und befreiten Gesellschaft
Der Krieg gehört zum Kapitalismus wie die Patrone zur Pistole. Der Kapitalismus ist aber menschgemacht und kann deshalb auch durch menschliche Kraft überwunden werden. Immer wieder haben es Menschen in der Geschichte geschafft, ihre Lebensbedingungen durch organisierten Widerstand zu verbessern und die vorgefundenen Verhältnisse revolutionär umzuwälzen. Es waren immer die Kämpfe der Ausgebeuteten und Unterdrückten, welche das Kapital zu Zugeständnissen gezwungen und gesellschaftliche Veränderungen durchgesetzt haben.
Kriege können durch Klassenkämpfe beendet werden. Die Russische Revolution, Sabotageakte gegen kriegswichtige Unternehmen in Nazideutschland oder die militante Sabotage der US-Kriegsmaschinerie während des Vietnamkriegs, die Blockade von Waffenexporten vom Baskenland über Marokko bis nach Griechenland in den letzten Jahren und der Generalstreik in Italien gegen den Genozid in Palästina 2025 – sie alle waren das Resultat organisierter Arbeiter:innenmacht.
Noch nie in der Geschichte waren so viele Menschen Teil der Weltarbeiter:innenklasse wie heute – es ist diese Klasse, welche die Macht hat, alle Kriege zu stoppen und den Kapitalismus durch eine neue, soziale Gesellschaftsordnung zu ersetzen. Der Gewalt der Herrschenden halten wir die Macht der Arbeiter:innen, den Arbeitskampf und den militanten Widerstand auf der Strasse entgegen.
Entscheiden wir den Klassenkrieg für uns – für Frieden und Kommunismus!
Kampf des Kapitals
Die gegenwärtigen Kriege sind die Folge des Kapitalismus. Die ökonomische Konkurrenz wird zunehmend militärisch ausgetragen.
Die Weltordnung gerät ins Wanken: Die Phase der US-Hegemonie, welche seit den 1990er-Jahren unter dem Schlagwort «Globalisierung» herrschte, scheint an ihr Ende zu kommen. China hat die USA als führende Industrienation längst abgelöst. In praktisch allen relevanten Bereichen ist das Land mittlerweile führend und baut seinen Vorsprung weiter aus. Unter dem Label «neue Seidenstrasse» investiert das chinesische Kapital massiv in Infrastrukturprojekte auf der ganzen Welt.
Die USA führen schon länger einen Handelskrieg, um die Dominanz Chinas auf dem Weltmarkt einzuhegen. Die Zollpolitik der aktuellen US-Regierung unter Trump ist nur das neuste Kapitel davon. Seine Erfolgsaussichten sind höchst fraglich. Was zur Durchsetzung der US-Kapitalinteressen bleibt, sind Sanktionen und die militärische Dominanz.
Die immer kürzere Abfolge neuer US-Militäraktionen ist daher die unmittelbare Konsequenz der ökonomischen Krise. Das Kapital konkurriert um den Zugriff auf Arbeitskraft, Rohstoffe, Transportwege und Absatzmärkte. Regelmässig schlägt diese Konkurrenz in offene Gewalt um.
Frühere US-Regierungen bemühten sich noch darum, militärische Interventionen mit Werten wie Demokratie und Freiheit zu rechtfertigen. Die Aneignung von Ressourcen und Arbeitskraft erfolgte im Namen des Freihandels. Die «regelbasierte Weltordnung», bei der Staaten ihre Interessen im Rahmen multilateraler Organisationen (UNO, WTO etc.) aushandeln, sollte so etwas wie Gleichberechtigung und Frieden unter ihnen garantieren. Davon ist heute nicht mehr viel übrig. Unverhohlen wird ökonomische und militärische Gewalt angewandt. Der Krieg von USA und Israel gegen den Iran, die verschärfte Blockade gegen Kuba oder der US-Angriff auf Venezuela zeigen diese Entwicklung in aller Deutlichkeit.
Zeit der Monster
Im Windschatten der Konflikte um ökonomische Dominanz erleben allerlei reaktionäre Kräfte Auftrieb. Faschismus, Vertreibung und Genozid sind die Folge.
Die rechtsextreme israelische Regierung treibt den Genozid an der palästinensischen Bevölkerung weiter voran. Das ist nur mit massiver militärischer und politischer Unterstützung der USA und der EU möglich. Dass der Premierminister per internationalem Haftbefehl gesucht wird: egal! Israel setzt die Interessen des westlichen Imperialismus in der Region – insbesondere den Zugriff auf die Öl- und Gasvorkommen sowie die Handelswege – seit Jahrzehnten zuverlässig militärisch durch.
Dieselben Technologien und Techniken (Software, Drohnen), die zur Kriegsführung im Gaza-Streifen und Westjordanland eingesetzt werden, verwenden auch Frontex und ICE bei ihrem Kampf gegen Migrant:innen und undokumentierte Arbeiter:innen.
Auch die Gewalt nicht-staatlicher Gruppen – etwa jihadistischer Milizen in der Sahelzone oder schwerbewaffneter «Drogenkartelle» in Lateinamerika – ist eine Folge dieser Entwicklung. Oft dienen diese Akteure als Legitimation für Militärinterventionen, oft sind sie aber auch willkommene Partner des lokalen oder internationalen Kapitals. So oder so ist es die lokale Bevölkerung, die am meisten unter der Gewalt leidet.
Zeitenwende in Europa
Um die Ukraine weiter zu unterstützen und den russischen Einfluss zurückzudrängen, will Europa kriegstüchtig werden. Die Folgen sind Aufrüstung und Austerität.
Europa konnte sich lange auf die militärische Dominanz der USA und die «regelbasierte Weltordnung» verlassen, wenn es um seine Kapitalinteressen auf dem Weltmarkt ging. Die Integration der ehemaligen Ostblock-Staaten in die EU verlief unter dem militärischen Schutz der NATO relativ friedlich.
Mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 war dieser «Frieden» zu Ende. Seither bemühen sich USA und EU, den russischen Einfluss militärisch zurückzudrängen – durch Waffenlieferungen an die Ukraine und Wirtschaftssanktionen gegen Russland.
Die US-Regierung droht weiterhin mit dem Rückzug aus Europa, um sich der Auseinandersetzung mit China zuzuwenden. Die EU bemüht sich nach Kräften, die Lücke zu füllen. Die Staaten investieren massiv mehr Geld in ihr Militär, und die Produktion von Rüstungsgütern wird ausgebaut. Autofabriken sollen jetzt Panzer herstellen.
Damit sich die Investitionen lohnen, müssen die Waffen irgendwann auch eingesetzt werden. Bis 2029 will Europa kriegstüchtig sein. Dazu müssen Staaten nicht nur Waffen produzieren, sondern auch die Arbeiter:innen auf den Krieg einschwören, die schliesslich in den Schützengräben aufeinander schiessen müssen. Wir erleben darum auch eine massive ideologische Aufrüstung.
Doch nicht erst mit dem Marschbefehl werden die Arbeiter:innen in die Pflicht genommen. Um die Aufrüstung zu finanzieren, lancieren die Staaten Austeritätsprogramme. Sie sparen bei der sozialen Infrastruktur und verschärfen den Zugang zum Sozialstaat. Dies verteuert die Lebenshaltungskosten und erschwert das Überleben. Gleichzeitig wird ein Job beim Militär – trotz akuter Lebensgefahr – «attraktiver».
Die Schweiz als Teil des Imperialismus
Schweizer Unternehmen profitieren vom Krieg, und die Politik propagiert Aufrüstung und Militarisierung.
Die Schweiz ist fester Teil des «westlichen Blocks» innerhalb der imperialistischen Ordnung. Als Finanzplatz, Rohstoffdrehscheibe und Industriestandort spielt sie eine wichtige Rolle im globalen System der Ausbeutung.
Das Schweizer Kapital profitiert vom Krieg: RUAG und Mowag produzieren Waffen. Die UBS, die Nationalbank und Pensionskassen investieren in Rüstungskonzerne und Unternehmen, die direkt an Kriegen und Besatzung verdienen.
Die vielbeschworene «Neutralität» führt nicht dazu, dass die Schweiz ausserhalb imperialistischer Konflikte agiert. Vielmehr ermöglicht ihr die «Neutralität» eine Zwischenposition. So können ihre Banken, Rohstoffhändler:innen und sonstigen skrupellosen kapitalistischen Akteur:innen Geschäfte machen, die in der EU oder den USA aufgrund von Sanktionen, Zöllen oder Gesetzen viel teurer oder überhaupt nicht möglich wären. Davon profitiert auch das Kapital in den umliegenden Ländern.
Diese Position gerät zunehmend unter Druck. Mit der Verschärfung der Auseinandersetzungen fordern die NATO-Staaten auch von der Schweiz mehr Loyalität – politisch, wirtschaftlich und militärisch. Die Schweiz muss Sanktionen mittragen, mehr Rüstungsgüter kaufen und ihre Regeln für Waffenexporte anpassen. «Rosinenpickerei» wird immer weniger geduldet.
Aufrüstung der Armee und Militarisierung der Gesellschaft
Die Zeichen stehen auf Sturm: Die Herrschenden wollen mehr Geld für die Armee, den Umbau des Sozialstaats und die ideologische Aufrüstung.
Wie in der EU verkünden Politiker:innen auch hierzulande, dass «wir» uns nicht länger auf den Schutz der NATO verlassen können und angesichts der «russischen Bedrohung» selbst wehrhaft werden müssen. Das bedeutet zunächst, dass der Staat viel mehr Geld in die Armee steckt. Bezahlen sollen das wir Arbeiter:innen mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer. Gleichzeitig werden vom Bund («Entlastungspaket 27») und von den Kantonen Programme auferlegt, die massive Einsparungen bei Bildung, Gesundheitsversorgung und Sozialausgaben beinhalten.
Doch die Militarisierung beschränkt sich nicht auf die Aufrüstung der Armee. Die Kriegstüchtigkeit der Gesellschaft wird auch ideologisch vorangetrieben und greift in alle Lebensbereiche ein. Was vor kurzem noch wie Geschichten aus dem Kalten Krieg klang, wird Teil unseres Alltags: Quartierzentren sollen «Resilienz»-Workshops durchführen, Personal wird für Bunker-Evakuierungen geschult. Unter dem Deckmantel von Gleichstellung wird die Integration von Frauen ins Militär vorangetrieben, während der Zugang zum Zivildienst erschwert wird.
Kriegstüchtigkeit bedeutet auch mehr Repression. Einen Vorgeschmack bietet die massive Repression gegen die Solidaritätsbewegung mit Palästina. Die Folge davon sind Polizeigewalt, der Entzug von öffentlichen Geldern sowie mediale Hetzkampagnen gegen Aktivist:innen. Alles legitimiert durch den angeblichen Kampf gegen Antisemitismus. Die Palästina-Bewegung stellt sich kompromisslos gegen die imperialistischen Interessen Europas und entlarvt das Geschwafel von «demokratischen Werten» als Lüge.
Abschottung, Freihandel, EU-Integration
Der Aufrüstungskurs ist innerhalb der herrschenden Klasse unumstritten. Lediglich über den Modus wird diskutiert. Opposition gibt es nicht, schon gar nicht von der SP.
Die SVP setzt auf Abschottung und Freihandel: Die Schweiz soll sich gegen den Druck von EU und USA wehren und weiterhin mit allen Seiten Handel treiben. Sie vertritt die Interessen des Finanz- und Holdingkapitals, das mit möglichst wenigen Regeln allen dreckigen Geschäften nachgehen will. Flankiert wird das mit einer Politik der Abschottung – Verschärfung der Migrationspolitik und Aufrüstung von Polizei und Armee.
Auf der anderen Seite steht die deutlich grössere Fraktion, welche die Integration in den westlichen Block vorantreibt. Ein umfassendes Abkommen mit der EU und die Aufrüstung der Armee nach NATO-Standards gehören zu diesem Vorhaben.
Wer meint, die SP bilde dagegen eine Opposition, irrt gewaltig: Die SP ist vielmehr die Anführerin der EU-NATO-Fraktion. Sie fordert am lautesten die Integration in die EU, die militärische Unterstützung der Ukraine und Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Die SP fordert bei der Aufrüstung der Armee «europäische Lösungen» und eine stärkere Kooperation mit NATO-Staaten.
Auch aussenpolitisch will sich die SP stärker «engagieren», womit primär Wirtschaftssanktionen gemeint sind. Dabei verschweigt sie, dass Sanktionen ein Mittel imperialistischer Mächte sind, um ihre Interessen durchzusetzen. Wenn sich die Versorgung verschlechtert, die Lebenshaltungskosten steigen und die Verelendung zunimmt, leiden darunter die Arbeiter:innen am meisten.
Das Friedensprojekt Europa und linke Kriegslust
Auch Linke beteiligen sich an der ideologischen Aufrüstung.
Die Politik der SP ist mehr als nur ein Missverständnis von Sanktionspolitik. Ihr geht es um das «Friedensprojekt Europa». Die EU wird als demokratisches Gegengewicht zu Russland, China und USA imaginiert. Ihre Aussenpolitik sei von «Werten» geleitet und halte sich an internationale Regeln und das Völkerrecht.
Dies entlarvt sich bereits in der aktuellen europäischen Unterstützung für die Aggressionen der USA und Israels als Propagandalüge. Auch die Militarisierung der Aussengrenzen, die Austeritätspolitik nach der sogenannten Staatsschuldenkrise und die Regierungsbeteiligung von Faschist:innen und Autoritären in vielen Ländern sprechen eine klare Sprache. Ein Blick in die Geschichte von Kolonialismus und Imperialismus tut sein Übriges.
Die SP ist damit nicht allein. Im Namen der Verteidigung westlicher Werte stellen sich Teile der Linken hinter die Kriegstreiberei der Bourgeoisie. Aufrüstung und Krieg werden als notwendig dargestellt, um Demokratie und Freiheit zu verteidigen.
Diese Tendenz sehen wir in ganz Europa: Die ideologische Aufrüstung kommt auch von links. Die linke Kriegslust spielt eine wichtige Rolle dabei, die Reihen zu schliessen und Gewerkschaften und soziale Bewegungen zu integrieren. Wer sich gegen Krieg und Militarisierung stellt, muss sich darum auch gegen den Kriegstaumel in der Sozialdemokratie stellen.
Das Proletariat hat kein Vaterland
Sie spielen uns das Lied vom Tod. Doch wir singen nicht mit.
Die Herrschenden erzählen uns also, dass wir für die Verteidigung unserer Nation oder universaler «Werte» aufrüsten und in den Krieg ziehen sollen. Dass es legitim sei, Waffen an andere Staaten zu liefern, die gegen unsere Klassengeschwister eingesetzt werden.
Wir Arbeiter:innen haben im Krieg aber nichts zu gewinnen. Die Interessen der herrschenden Klasse sind nicht unsere Interessen. Unsere Haltung ist deshalb klar: Wir tragen ihre Kriege nicht. Wir zahlen nicht dafür, kämpfen nicht dafür, sterben nicht dafür.
Wir stellen uns nicht auf die Seite irgendeiner herrschenden Klasse, sondern auf die Seite der Arbeiter:innen und Unterdrückten. Unsere Solidarität gilt unseren Klassengeschwistern auf der ganzen Welt.
Der Hauptfeind steht im eigenen Land. Unser Widerstand richtet sich also gegen die hiesige Bourgeoisie und vor allem gegen den westlichen Imperialismus. Gleichzeitig gilt unser Widerstand allen alten und neuen imperialen Kräften. Denn auch eine «multipolare Ordnung» bietet keine Perspektive für die Arbeiter:innenklasse – sie bleibt die Ordnung des Kapitals.
Der Kapitalismus ist global. Produktions- und Lieferketten spannen sich über die ganze Welt. Durch die globale Arbeitsteilung sind auch die Arbeiter:innen miteinander verbunden. Wehren sich Arbeiter:innen an einem Ort oder in einer Branche gegen Ausbeutung, hohe Lebenshaltungskosten, Unterdrückung und Gewalt, hat das potenziell grosse Auswirkungen auf andere Teile der Welt. In diesen globalen, internationalistischen Kämpfen liegt die Macht der Weltarbeiter:innenklasse und somit auch die Keimzelle der sozialen Revolution.
Klassenkämpfe und internationale Solidarität
Internationale Solidarität ist keine leere Phrase, sondern die praktische Perspektive der Arbeiter:innen, Marginalisierten und Unterdrückten.
In der Geschichte waren es stets revolutionäre Kräfte – Arbeiter:innenbewegung, Frauenbewegung und antikoloniale Kämpfe –, die sich als einzige konsequent gegen Krieg gestellt haben. 1914 stellten sich die meisten sozialdemokratischen Parteien hinter «ihre» Bourgeoisie. So waren es die kriegsmüden Arbeiter:innen und Soldat:innen, die schliesslich den Krieg beendeten und revolutionäres Feuer in ganz Europa entfachten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten sich antikoloniale Kämpfe und internationale Bewegungen gegen Krieg und Imperialismus zu weltweiten Massenbewegungen – die verschiedenen Kämpfe inspirierten einander.
Der Widerstand gegen Krieg und Kapitalismus hat eine lange revolutionäre Tradition, an die wir anknüpfen. Zweifellos kommen harte Zeiten auf uns zu. Doch in diesen Zeiten geht es um nichts weniger als um das Erkämpfen einer anderen Gesellschaft. Gerade deshalb sind positive Bezugspunkte in der Geschichte und Gegenwart der Klassenkämpfe unabdingbar.
Weltweite Kämpfe
Es ist ein wichtiger Teil klassenkämpferischer Praxis, Kämpfe von Arbeiter:innen überall auf der Welt zu unterstützen und von ihnen zu lernen: In der praktischen Solidarität, in der Weiterentwicklung bestehender Kämpfe, in der Verbindung von Kämpfen auf der Strasse und in den Betrieben. Im Aufbau proletarischer Gegenmacht liegt die Perspektive einer sozialen Revolution.
In Rojava verteidigen die Bevölkerung und internationalistische Freund:innen die Frauenrevolution als konkrete Alternative gegen die jihadistische syrische Übergangsregierung und den türkischen Faschismus. Die EZLN kämpft in Mexiko für ein Leben jenseits kapitalistischer und kolonialer Strukturen. In der Westsahara wehren sich die Sahrauis gegen die Vertreibung und den von den USA und Europa gestützten Siedlerkolonialismus Marokkos. Auch weitere aktuelle bewaffnete Kämpfe wie in den Philippinen und in Indien sowie politische Gefangene wie Daniela Klette erfahren revolutionäre Solidarität.
In der Ukraine wehren sich Menschen gegen die Zwangsrekrutierung und desertieren massenhaft aus der Armee. In vielen europäischen Ländern gibt es militante Angriffe gegen Unternehmen aus der Rüstungsindustrie – vor allem gegen solche, welche in den Krieg Israels eingebunden sind.
In Genua blockieren Hafenarbeiter:innen regelmässig den Export von Kriegsmaterial und greifen so direkt in die Kriegsmaschinerie ein. Im Oktober letzten Jahres beteiligte sich in Italien eine Million Arbeiter:innen an einem politischen Generalstreik gegen den Genozid in Gaza. Auch in den USA sehen wir Massenmobilisierungen, Solidarität in Nachbarschaften und Riots gegen ICE-Einsätze. In Minneapolis wehrten sich Hunderttausende gegen Trumps faschistoide Truppen – unter anderem mit einem Generalstreik, welcher die Stadt lahmlegte. In der Westbank kam es erst gerade zu einem Generalstreik gegen die neu eingeführte Todesstrafe Israels, die sich gegen Palästinenser:innen richtet.
Im vergangenen Jahr wurden mehrere Länder – Nepal, Madagaskar, Marokko, Indonesien, Kenia, Peru – von sogenannten Gen-Z-Protesten erschüttert. Die Jugend begehrt auf gegen die Korruption der Herrschenden und Perspektivlosigkeit. Eine ähnliche Bewegung – angeführt von Student:innen – gibt es in Serbien seit Herbst 2024.
All Workers Unite!
In Indien sind in den letzten Jahren immer wieder Millionen von Arbeiter:innen und Bäuer:innen mit antikapitalistischen Anliegen in den Streik gegen die Regierung Modis getreten. In Frankreich, Deutschland, den USA und vielen anderen Ländern organisieren sich Proletarier:innen für antifaschistische und antirassistische Gegenwehr und trotzen der staatlichen Repression, auch dank internationaler Solidarität. Die Krise ist global. Daher ist es nur eine Frage der Zeit, bis auf der Welt weitere Aufstände ausbrechen.
In der Schweiz formiert sich die feministische Bewegung als dynamische gesellschaftliche Kraft. Frauen und Queers organisieren sich gegen geschlechtsspezifische Diskriminierung und Gewalt. Diese Praxis verbindet die feministische Bewegung mit einer Kritik am patriarchalen Kapitalismus als Ganzes. Unter der Parole «Kapitalismus heisst Krieg – feministisch, militant, gegen den Feind im eigenen Land» versammelten sich an der revolutionären und unbewilligten 8.-März-Demonstration in Zürich fast zehntausend Frauen und genderqueere Personen.
Auch die Solidarität mit der Bevölkerung in Palästina sowie die Unterstützung der Revolution in Rojava haben in der Schweiz massenhaft – und nicht selten militant – Teile der Klasse auf der Strasse vereint.
Alle diese Kämpfe sind unterschiedlich, aber sie gehören zusammen. Sie sind Teil des weltweiten Klassenkampfs. Und sie zeigen, dass eine andere Welt nicht nur notwendig, sondern auch möglich ist.
Für Frieden im Kommunismus!

